Wie erging es uns bei der Auswahl der mitgebrachten Gegenstände?
Anfangs hatten wir alle etwas Mühe, geeignete Gegenstände zu finden. Sie sollten einerseits nicht mehr gebraucht werden, aber auch nicht allzu „trashig“ sein. So hatten wir alle eine Weile, bis wir geeignete Gegenstände ausgesucht hatten. Viele von uns hatten Bücher ausgewählt, da diese sehr geeignet sind zu weitergeben.
Nach welchen Kriterien wählten wir unsere Gegenstände aus?
Wir wählten alle Gegenstände, die wir nicht mehr brauchten. Jedoch haben wir auch darauf geschaut, dass sie nicht beschädigt oder nicht mehr brauchbar sind, es soll sie ja schliesslich jemand mitnehmen wollen. Ganz alte, altmodische Dinge liessen wir meist zu Hause. Einige haben auch zugegeben, dass sie auch ein paar Dinge mitnahmen, um sie loszuwerden. Wir haben auch eher Dinge ausgewählt, zu denen wir keinen persönlichen Bezug haben, wir also leichter weg geben können.
Nahmen wir sie schweren, leichten Herzens mit? Warum?
Wie gesagt haben wir eher Gegenstände ausgewählt, die zwar sauber und brauchbar sind, aber nicht einen starken Bezug zu uns haben. Aus diesem Grund fiel es uns nicht allzu schwer.
Was löste es bei uns aus, durch die Räume zu gehen und eine grosse Anzahl Gegenstände, die eigentlich unseren Kolleginnen und Kollegen gehörten, zur freien Mitnahme vorzufinden?
Einerseits waren wir recht gespannt, welche Dinge sich verhöckern liessen, und welche liegen gelassen werden. Die Vielfalt der dargebotenen Gegenstände war riesig. Ehrlich gesagt war die ganze Bandbreite von Schrott bis hin zu bis sehr brauchbarem Material vorhanden. Einige von uns getrauten uns nicht so recht, einfach zuzulangen, es war eine ungewohnte Situation. Vieles wollten wir auch gar nicht mitnehmen, weil wir keinen Gebrauch sahen. Die meisten wollten sich einfach etwas umsehen und das Geschehen beobachten, ohne mit viel Ware wieder nach Hause zurückzukehren.
Vielleicht sind nicht all unsere Gegenstände an eine andere Person weitergegangen. Was empfinden wir dabei?
Die meisten von uns hatten keine Probleme damit, bei einigen Dingen hatten wir schon fast damit gerechnet. Bei Gegenständen, die wir selbst toll fanden, hatten ein paar von uns ein etwas komisches Gefühl, das aber nicht der Rede wert ist.
Haben wir mehr gebracht als genommen oder umgekehrt? Warum?
Einige von uns haben gar nichts, einige haben einen Gegenstand mit nach Hause genommen. Generell hatten wir die Einstellung, nicht mehr nach Hause zu nehmen, als wir mitbrachten. Man hat auch gar nichts gebraucht und deshalb sind fast alle mit leeren Händen nach Hause gegangen.
Wie könnte eine solche „Bring-und-Hol-Aktion“ in Ihrer Schulpraxis umgesetzt werden?
Wir sind uns alle einig, dass sich eine solche Aktion gut mit einer Schulklasse, oder sogar mit einer Schule umsetzen liesse und auch bereichernd wäre. Die Kinder könnten nicht mehr benötigte Spielsachen mitbringen und austauschen. Sinnvoll wäre vielleicht, pro mitgebrachtem Gegenstand einen Bon zu erhalten, mit dem wiederum ein Gegenstand erworben werden kann. So könnte verhindert werden, dass einige Kinder nur mitnehmen und nichts mitbringen. So eine Aktion fänden wir sehr sinnvoll, da dem extremen Konsumverhalten etwas entgegengewirkt werden kann und die Schüler lernen, dass man Gegenstände auch mehrmals verwenden kann und nicht nur alles neu kaufen muss.
Bloggruppe „neuer Lebensstil“
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