Donnerstag, 21. Juni 2007

Schlusskommentar

Liebe Studierende

mit Interesse habe ich Ihre beiden letzten Post (Bring- und Hol-Aktion, sowie SOL) studiert.
Ihr aufgefriffenes Thema "Littering" wird Sie und mich bestimmt weiter beschäftigen.

Ich hoffe, dass Ihnen durch das Führen dieses Blogs viel bewusst geworden ist und dass Sie in Ihrer späteren Schulpraxis zunehmend Wege finden, Ihre Schüler/innen zu einem nachhaltigen Denken und Handeln hinzuführen.
Ihnen herzlichen Dank für Ihr Engagement!

Zum Abschluss des Studiums und für Ihre Diplomprüfungen wünsche ich Ihnen alles Gute

Ganz herzlich
Adrian Müller Dozent MU

Sonntag, 17. Juni 2007

Handeln in einer konsumierenden Welt

Mensch & Umwelt- Handeln in einer konsumierenden Welt

Thema: Littering

1. Worin liegt die Betroffenheit des gewählten Aspektes?

Spätestens im Kindergarten haben wir gelernt, dass man Abfall nicht auf den Boden schmeisst sondern im Abfalleimer entsorgt. Unsere Eltern haben uns das gelernt, in der Schule wurden wir damit konfrontiert.

Der heutige Lebensstil ist geprägt von Stress und Hektik. Immer häufiger eilen die Menschen von Termin zu Termin. Dies beginnt schon am Morgen: Der moderne Mensch nimmt sein Frühstück im Speiserestaurant des Zuges ein. Am Mittag verpflegt er sich an irgendeinem Imbissstand – Zeit fürs Geniessen bleibt kaum da bereits das nächste Meeting winkt. Auf dem Weg dorthin wird der Fastfood verschlungen. Für das Auffinden eines Abfalleimers bleibt schlicht und einfach keine Zeit. Schon wieder knurrt der Magen, ein Sandwich und irgendetwas zu Trinken muss her.

Millionen von Menschen ergeht es so. Wir ernähren uns immer häufiger unterwegs. Daraus resultiert ein riesiger Berg von Abfall. Auf der einen Seite werden wir gezwungen, ein schnelles Leben zu führen, auf der anderen Seite wissen wir, dass diese mobile Verpflegung eine Menge Abfall hinterlässt, was uns betroffen macht.

Auch wir sind vielfach unterwegs und verpflegen uns irgendwo zwischen Tür und Angel. Wir sind uns bewusst, dass diese Art von Verpflegung nicht zur Nachhaltigkeit beiträgt. Was können wir dagegen unternehmen? Wie wäre es mit einem feinen Sandwich von zu Hause, verpackt in Tupperware? Oder gesundes Mineralwasser aus der Sportflasche? Zudem würde sich diese Variante auch positiv aufs Budget auswirken.

2. Analyse der Bedürfnisse

- Bedürfnis nach Konsumation à Fastfood, Fertigprodukte

- Bedürfnis nach schneller Entsorgung des Abfalls à keine Zeit zum Eimer suchen.

- Unterwegs essen à Im Auto, im Zug, während dem Gehen.

- Uneingeschränkt sein à keine Vorschriften, sich gegen das System wehren.

3. Analyse der Handlungsbedingungen

Vermehrt sind Kinder unterwegs und haben auch die finanziellen Mittel, sich etwas zu kaufen und somit zu konsumieren.
Verschiedene Verpflegungsmöglichkeiten schiessen wie Pilze aus dem Boden. Die Verlockung, zu konsumieren ist somit gross.
Oft hat man wenig Zeit, sich hinzusetzen und zu essen. Somit muss man sich fliegend verpflegen.

4. Fachliche Aufarbeitungsaspekte

Ursachen für dieses «Littering» sind weder die Sackgebühr noch fehlende Abfalleimer, sondern geändertes Konsumverhalten. Dies zeigt eine Studie der Universität Basel. Rund 30 Prozent der Getränkeverpackungen, Take-Away-Schachteln und andere Abfälle landen am Boden anstatt in Abfalleimern.
Die Studie zeigt, dass die Zunahme der liegen gelassenen Abfälle auf ein geändertes Konsumverhalten der Bevölkerung, die vermehrte «fliegende Verpflegung», zurückzuführen ist. Zudem nimmt das Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem öffentlichen Raum ab.

Wirksamkeit von Aufräumaktionen und Schildern: http://www.littering.ch/modules.php?name=News&file=article&sid=32

Littering: Umsetzung für die Schule, vor allem Kaugummi
http://www.muellexperten.de/

Bundesamt für Umwelt: Abfall
http://www.bafu.admin.ch/abfall/index.html?lang=de

Littering- ein gesellschaftliches Problem
http://www.umweltschutz.ch/vglinfo/info_pdf/tu206_la.pdf


5. Umsetzungskonzept MS: „Littering“

Diskussion mit den Kindern:

Bilder zeigen von verschmutzten Landschaften, Kinder sollen über Gefühle reden, die ihnen beim betrachten dieser Bilder hochkommen

Eigenes Verhalten reflektieren, wo werfe ich manchmal selber Sachen weg, warum? Wieso machen das wohl Leute?

Werbung „Abfall im Wohnzimmer“ als Input: Diskussionsrunde mit Schülern: Was will diese Werbung mitteilen, was empfindet ihr beim Betrachten des Bildes? Gefällt es dir?.....

Thema „Tier und Abfall“: weitere Auswirkungen ansprechen: Verletzung oder Tod von Tieren verursacht durch Abfälle

Handelnd:

den Pausenplatz fätzeln, den ganzen Abfall sammeln und auf einen Haufen legen. Was kommt da alles zusammen? Wie entsorgt man den gefundenen Abfall richtig (sortieren)

Schüler gestalten und führen Umfragen durch: z.B Befragung von Dorfbewohner zum Thema Littering. Auswertung der Meinungen,...

6. Überprüfung des Umsetzungskonzeptes anhand der Qualitätsmerkmale des Mensch und Umwelt Unterrichts

Fokus Kind:
Kindgemässheit: Dieses Thema ist den Kindern nahe, da sie selbst Konsumenten sind und tagtäglich Verpackungen verbrauchen.
Lebensnähe: Wir alle sind durch die Verschmutzung durch Abfall in den Städten und Erholungsgebieten betroffen.
Gegenwartsbezug und Zukunftsbedeutung: Die Thematik ist aktuell, weil das Littering im Moment ein grosses Problem darstellt. Für eine gesunde Umwelt in der Zukunft ist es wichtig, dieses Problem anzugehen.

Fokus Sache:
Sachgemässheit: Grundlagen der Unterrichtsideen ist Fachwissen, dass durch verschiedene Untersuchungen gewonnen wurde. So kann auch wirklich dort angesetzt werden, wo das Problem liegt. (Verantwortungsgefühl für Natur)
Multiperspektivität: Das Thema Littering beeinflusst einerseits uns Menschen, aber auch die Lebenswelt der Tiere wird dadurch beeinträchtigt. Durch einholen von verschiedenen Meinungen können verschiedene Perspektiven eingenommen und verstanden werden.
Vernetzung: Wie schon oben erwähnt, hat Littering verschiedene Auswirkungen auf Mensch und Tier. Bei den Umfragen kann der M+U Unterricht mit dem Deutsch und Mathematik- Unterricht verknüpft werden.
Werte- und Sinnorientierung: Durch die Konfrontation mit Bildern soll mit den Kindern in der Diskussion an einer Wertvorstellung gearbeitet werden. Durch die mehrmalige Auseinandersetzung bilden sich die Schüler eine eigene Meinung zur Thematik.

Fokus Lernen:
Exemplarizität: Littering steht exemplarisch für ein Problem, das auf fehlendes Verantwortungsgefühl oder Wertvorstellungen zurückzuführen ist und das angegangen werden muss.
Problemorientierung/exploratives Lernen: Littering ist als Ausgangspunkt ein Problem, das erstens erforscht werden muss und zweitens müssen Handlungsmöglichkeiten erarbeitet werden.
Handlungsorientierung: Kinder fätzeln den Schulhausplatz und sehen dadurch wie unangenehm es ist Abfall von anderen aufzulesen. Zudem wird ihnen bewusst wie viel da zusammenkommt
Originale Begegnung/Realanschauung: Kinder sehen was beim fätzeln alles zusammenkommt, können diesen Abfall sortieren
Prozess und Erlebnisorientierung: Entsorgen den sortierten Abfall in den entsprechenden Sammelbehältern

Bring-Hol-Aktion

Wie erging es uns bei der Auswahl der mitgebrachten Gegenstände?

Anfangs hatten wir alle etwas Mühe, geeignete Gegenstände zu finden. Sie sollten einerseits nicht mehr gebraucht werden, aber auch nicht allzu „trashig“ sein. So hatten wir alle eine Weile, bis wir geeignete Gegenstände ausgesucht hatten. Viele von uns hatten Bücher ausgewählt, da diese sehr geeignet sind zu weitergeben.

Nach welchen Kriterien wählten wir unsere Gegenstände aus?

Wir wählten alle Gegenstände, die wir nicht mehr brauchten. Jedoch haben wir auch darauf geschaut, dass sie nicht beschädigt oder nicht mehr brauchbar sind, es soll sie ja schliesslich jemand mitnehmen wollen. Ganz alte, altmodische Dinge liessen wir meist zu Hause. Einige haben auch zugegeben, dass sie auch ein paar Dinge mitnahmen, um sie loszuwerden. Wir haben auch eher Dinge ausgewählt, zu denen wir keinen persönlichen Bezug haben, wir also leichter weg geben können.

Nahmen wir sie schweren, leichten Herzens mit? Warum?

Wie gesagt haben wir eher Gegenstände ausgewählt, die zwar sauber und brauchbar sind, aber nicht einen starken Bezug zu uns haben. Aus diesem Grund fiel es uns nicht allzu schwer.

Was löste es bei uns aus, durch die Räume zu gehen und eine grosse Anzahl Gegenstände, die eigentlich unseren Kolleginnen und Kollegen gehörten, zur freien Mitnahme vorzufinden?

Einerseits waren wir recht gespannt, welche Dinge sich verhöckern liessen, und welche liegen gelassen werden. Die Vielfalt der dargebotenen Gegenstände war riesig. Ehrlich gesagt war die ganze Bandbreite von Schrott bis hin zu bis sehr brauchbarem Material vorhanden. Einige von uns getrauten uns nicht so recht, einfach zuzulangen, es war eine ungewohnte Situation. Vieles wollten wir auch gar nicht mitnehmen, weil wir keinen Gebrauch sahen. Die meisten wollten sich einfach etwas umsehen und das Geschehen beobachten, ohne mit viel Ware wieder nach Hause zurückzukehren.

Vielleicht sind nicht all unsere Gegenstände an eine andere Person weitergegangen. Was empfinden wir dabei?

Die meisten von uns hatten keine Probleme damit, bei einigen Dingen hatten wir schon fast damit gerechnet. Bei Gegenständen, die wir selbst toll fanden, hatten ein paar von uns ein etwas komisches Gefühl, das aber nicht der Rede wert ist.

Haben wir mehr gebracht als genommen oder umgekehrt? Warum?

Einige von uns haben gar nichts, einige haben einen Gegenstand mit nach Hause genommen. Generell hatten wir die Einstellung, nicht mehr nach Hause zu nehmen, als wir mitbrachten. Man hat auch gar nichts gebraucht und deshalb sind fast alle mit leeren Händen nach Hause gegangen.

Wie könnte eine solche „Bring-und-Hol-Aktion“ in Ihrer Schulpraxis umgesetzt werden?

Wir sind uns alle einig, dass sich eine solche Aktion gut mit einer Schulklasse, oder sogar mit einer Schule umsetzen liesse und auch bereichernd wäre. Die Kinder könnten nicht mehr benötigte Spielsachen mitbringen und austauschen. Sinnvoll wäre vielleicht, pro mitgebrachtem Gegenstand einen Bon zu erhalten, mit dem wiederum ein Gegenstand erworben werden kann. So könnte verhindert werden, dass einige Kinder nur mitnehmen und nichts mitbringen. So eine Aktion fänden wir sehr sinnvoll, da dem extremen Konsumverhalten etwas entgegengewirkt werden kann und die Schüler lernen, dass man Gegenstände auch mehrmals verwenden kann und nicht nur alles neu kaufen muss.

Bloggruppe „neuer Lebensstil“

Montag, 11. Juni 2007

Beziehung zur Natur

Ich habe die Zeit in der Natur sehr geschätzt, vor allem auch weil man da soooo schnell die ganzen Sachen vergisst die man noch machen müsste (unter anderem auch das regelmässige Blog schreiben…)

Den Freitagnachmittag (Vertiefungsstudium??) habe ich auf einem Boot auf dem Bodensee verbracht. Natürlich nicht auf einem dieser umweltverpestenden grossen Bodenseeschiffe, nein auf einem gemütlichen Pedalo, welches durch eigene Energie in die offene See gestrampelt wird.

Am Sonntag habe ich mich dann für ein zweites Naturerlebnis überreden lassen (wo ich die Zeit her nehme? Keine Ahnung, ich nimm sie mir einfach), einem Spaziergang an einem Fluss entlang. Was mit strahlender Sonne begonnen hat, endete in einem Regenschauer der Sorte Wasserfall. Doch weil die Temperatur nicht merklich sank, konnte man den Spaziergang doch noch geniessen. (oder lag es an der Begleitung)

Auf jeden Fall geniesse ich die Zeit in der Natur und ärgere mich dann auch immer wieder über die Verschmutzung durch Abfall. Dies fällt einem eigentlich erst richtig auf wenn man einmal geniessen will und aus seiner „Stress- Welt“ ausbrechen kann.

Agenda 21 im Schulzimmer

Ich finde den Artikel von Herrn Herz sehr interessant! Er wirft mit vielen spannenden Ideen um sich, die man selber mit der Klasse oder sogar mit einem ganzen Schulhaus umsetzen kann. Solche Projekte sind sehr sinnvolle und auch umsetzbare Aufgaben.

Es ist wichtig, dass sich Kinder, welche die wichtigsten Ressourcen auf unserer Erde sind, handelnd mit der Umwelt befassen.

Die Schule ist ein idealer Ort um solche Projekte durchzuführen, denn so spricht man sehr viele Leute an (Familie der Kinder, Verwandte, …) und sie alle könnten die vermittelten Ideen weiter verbreiten.

Ich bin aber noch nicht 100% überzeugt ob die Agenda 21 an der Schule auch wirklich etwas bringen würde. Denn Wissen, ist zwar ein erster Schritt, verändert hat man damit aber noch nichts!

Mittwoch, 6. Juni 2007

Falscher Post am falschen Ort

Sorry dieser Post gehört nicht in diesen Blog..:-D

Durchblick im Chaos

Momentan überwiegen bei mir eher negative Gefühle wie Ungewissheit und Unsicherheit gegenüber des Projektes. Durch unterschiedlichste Gründe wurden wir in den letzten Wochen sehr in unserem Arbeitsfluss gestoppt. Was Anfangs super und schnell vorwärts ging, verlangsamerte sich immer mehr. Das Problem aber ist nicht die Motivation, sondern einfach die Unterschiedlichen Vorstellungen und Umsetzungsmöglichkeiten. Sich einmal konkret auf etwas einigen und dies auch durchführen ist manchmal gar nicht so einfach. Und wenn nebenbei noch andere wichtige Projekte wie Diplomprüfungen oder die morgentliche Prüfung in Mensch und Raum, rückt unser Projekt schnell einmal ins Abseits.
Unsere Pläne sind aber, dass wir die noch verbleibende Zeit noch so gut wie möglich nutzen, wobei klar ist, dass ein grosser Teil der Arbeit auch noch zu Hause stattfinden wird. Wir sind aber immer noch überzeugt von der Richtung, welche wir eingeschlagen haben und die Basis ist im Grunde genommen gesetzt. Jetzt geht es nur noch um das konkrete Ausführen und detaillierte anpassen an unsere Vorstellungen. Wir spritzen uns jetzt ein grosse Portion Motivation und dann klappt das schon.:-)

Montag, 4. Juni 2007

Meins, meins, meins.......

Als ich das Thema für diesen Montag erstmals las, war ich ganz irritiert. Ich fühlte mich in die Ecke gedrängt: 5 Gegenstände ( gut erhalten sei wohl gesagt!!!!) müssen bis Montag ausgesucht, die ihre alte/junge Besitzerin wechseln sollten. Hilfeeee, das schaffe ich nicht! Was könnte ich den mitbringen, eine orginelle ( eine von meinen vielen) Tasche? Nein, bestimmt werde ich sie bald brauchen und dann bereue ich meine Grosszügigkeit. Ein Küchengerät vielleicht? Das brauchen wir alles, bleibt also da. Vielleicht dieser kleine Metallteller, den ich mal geschenkt bekommen habe und mir eigentlich gar nicht gefällt? Nein, eines dieser typischen Brockenhausunikate möchte ich keinem Studierenden antun!
Ist also gar nicht so einfach. Wenn der Gegenstand zu gut und zu schön ist, möchte ich ihn behalten, aber die Gelegenheit, um Schrott, den eigentlich niemand will, feilzubieten, lass ich aus Schamgründen lieber aus.
Nach langem Studieren und durchwühlen unserer Wohnung habe ich dann ideale Gegenstände gefunden, die zwischen zu nützlich und zu schrottig lagen, also ideal waren.
Gegen den Schluss kam ich in einen regelrechten Sammelrausch, (5 Gegenstände waren schon längst überschritten), bis mich mein Freund stoppte, da er schon seinen Teil des Hausrats befürchtete.

Als ich mich heute auf den Weg in die Schule machte, war ich schon gespannt auf die Vielfalt der dargebotenen Unikate. Gespannt legte ich meine Gegenstände auf den Pult und verliess den Raum, um meine lieben Sachen ganz ihrem Schicksal zu überlassen. Ich fragte mich, welche meiner Gegenstände wohl einen neuen Besitzer finden und welche nicht. Zu meiner Freude (ich hab mich effektiv gefreut und war stolz) waren alle bis auf einen Gegenstand, der mir eigentlich am liebsten war, verschwunden waren.
Für mich ist es ja fast schon ein persönlicher Affront, wenn einer meiner wohl ausgesuchten Mitbringsel in die Kiste mit Ziel „Brockenhaus“ geschmissen wird! Niemand würdigt mein tolles Armband...War mein Geschmack damals so schlecht, dass nicht einer unserer Studis dieses Objekt, sogar gratis, annehmen würde? Aua, das tut weh.......! Mehr brauch ich dazu nicht zu sagen.....

Anina Müller LG A 04

Sonntag, 3. Juni 2007

Grundhaltung zu der Natur

Nachdem ich den Wochenimpuls gelesen habe, nahm ich mir vor an diesem Pfingstwochenende möglichst viel in der freien Natur zu unternehmen. NAchdem ich dann aber den Wetterbericht hörte, sank meine Motivation enorm. Ich wollte aber trotzdem den Auftrag ausführen. Nach einigen Überlegungen, was mich in diesem Regenwetter dazu bewegen könnte, nach draussen zu gehen, entschied ich mich einfach einmal bewusst in den Regen zu stehen.
Ich zog bewusst keinen Regenmantel an und nahm auch keinen Schirm als Schutz mit, sondern stellte mich einfach in den Regen. Zuerst war es sehr unangenehm und es fröstelte mich. Dies dauerte aber nur so lange, bis sich mein Körper damit abgefunden hatte, dass er jetzt nass wird. Danach fand ich es nur noch spannend und sehr lustig. Nach kurzer Zeit gesellte sich mein Bruder zu mir und wir spielten noch ein bisschen Fussball, was sich dann aber eher als Schlammschlacht erwies.

Diese Erfahrung zeigte mir einmal mehr, dass man dem Wetter trotzen sollte und nicht den Tag im Haus verbringen muss, wenn es regnet. Ich kann mich noch gut an Erlebnisse in meiner Kindheit erinnern, die im Regen stattgefunden haben. Vor allem die Ausflüge mit der Jugi waren jedesmal besonders lustig, wenn es regnete, weil es einfach speziell war und es eine ganz besondere Stimmung gab.

Meiner Meinung nach hat die Natur zwei ganz unterschiedliche Gesichter. Wunderschön aber auch sehr bedrohlich. Ich finde es wichtig, dass wir beide Gesichter sehen und auch respektieren. Auch für die Kinder ist es wichtig, dass sie mit der "unangenehmen" Seite der Natur in Berührung kommen. Das heisst, dass wenn es plötzlich anfängt zu regnen während der Turnlektion, dass man nicht immer sofort ins Schulhaus rennt um ja nicht nass zu werden. Man sollte sich darauf einlassen und den Kindern den Zugang ermöglichen. Es gibt viele lustige Spiele, die man ibei Regenwetter durchführen kann. Und diese Erlebnisse bleiben bestimmt lange in den Köpfen der Kinder.

zzz...

Pfingsten habe ich überraschenderweise - oder vielleicht auch nicht - fast nicht in der Natur verbracht. Mich bewusst an einen Bach oder unter einen Baum zu setzen war schlicht und einfach fast nicht möglich. Die verschiedenen Sachen, die ich erledigen musste haben meine Zeit ziemlich beansprucht. Ich frage mich nun, hätte ich mir die Zeit nicht einfach nehmen können? Anstatt nach dem Hin und Her rennen mich zu Hause auszuruhen hätte ich mich eigentlich auch in der Natur entspannen können - oder nicht? Ja es ist einfacher gesagt als getan! Wenn ich sagen würde, ich hätte schlicht und einfach nicht daran gedacht mich in der Natur auszuruhen, dann wäre das eine faule Ausrede...
Meiner Meinung nach hat das auch mit einer gewissen Gewohnheit zu tun. Jeder Mensch ruht sich auf seine Art und Weise aus und hat seine Rituale. Man sollte aber auch einmal etwas Neues ausprobieren.

Wie ich bereits bei der Post-it Zettel Aufgabe wahrgenommen habe, löst bei mir das bewusste Wahrnehmen der Natur vorwiegend positive Gefühle aus. Gerade in Phasen, in denen ich am Anschlag bin und mir die Zeit davon zu laufen scheint, spüre ich die Ruhe, die mir die Natur gibt. Es ist aber nicht immer so. Manchmal müssen es auch gute Gespräche oder Situationen sein, die man schon lange kennt und bei denen man sich einfach wohl fühlt.

Meine Kollegin hat mir einmal gesagt, dass sie in schwierigen Momenten oder bei schwierigen Entscheidungen sich sagt: "Ich bin nur ein winziger Teil dieser riesigen Erde und so ist auch mein "Problem"ein winziger Teil." Diesen Spruch werde ich wohl nie vergessen. Er hat mir schon einige Male geholfen.
Die Natur ist nur ein kleiner Teil und wir sind mittendrin. Jeder hat eine Verantwortung und muss diese auch ernst nehmen. Die Natur gehört nicht uns, wir haben sie geschenkt bekommen.

Zu unserem Gruppenblog:
In der Zeit in der wir keine Zeit haben müssen wir Zeit finden um Zeit zu haben.

Augen auf und einen kleinen Schritt bewusster leben!

5 Blogs – 14 Tage mit Posts – eine Vielfalt von Kommentaren lesen – 5 Stunden Eindrücke: Gigantisch und beeindruckend die Gedanken, Erfahrungen, Visionen, Fragen ...
Daraus habe ich eine kleine Textkollage zusammengestellt und diese etwas ergänzt ...

«Wissens-Durst und Verstehens-Hunger» - Selten nehme ich mir die Zeit, mich in die Natur zu setzen, aber heute ... - gemeinsam kommen wir weiter – sogar mit einer Menge Spass – immer dann, wenn ich Impulse bekommen, bin ich sehr motiviert und begeisterungsfähtig – wenn man in der Gruppe etwas unternimmt, ist es viel lustiger und interessanter als allein – die Schule ist die optimale Plattform – Im unserem wilden, gepflegten Garten sitzen, die Farben geniessen, das tausendfältige Grüne, und wissen, das soll, muss es weiter geben - Es siegt meistens die Bequemlichkeit und nicht die Nachhaltigkeit, aber genau hier müssen wir ansetzen – Leben mit Weitblick! – Wenn ich an die Grösse der Welt, dieser Schöpftung denke und an meine Kleinigkeit, und doch ... - «Global denken und lokal handeln» - Auch an Morgen denken! – Sehr beeindruckend, dies Fülle an Impulsen, Ideen, Projekten, Möglichkeiten mit der «Agenda 21» - In die Bergen natürlich – Achtsam zu leben, ist gar nicht so schwer und es ist auch eine Art Hilfe für sich selbst – das hat mich glücklich gemacht und mir ein echt gutes Gefühl gegeben – ich, du, wir, alle – Seid achtsam! – das löst schon ganz viel aus! – einfach genial, diese Natur! – Wenn jeder bereits einen kleinen Teil zum Umwelt beiträgt, erreichen wir schon sehr viel! – Regen, Regentropfen, Regenbogen? beruhigend, regelmässiges Tropfen, Rhythmus, Musik? Ich habe mir heute einfach Zeit genommen und die entspannende Wirkung der Natur wahrgenommen. – Jeder Beitrag zählt, sei er noch so klein. - Momente des Glücks und der Zufriedenheit ... Ich war ein Teil dieser grossen Natur – im Kleinen beginnen und die Kinder dafür sensibilisieren –Ich habe für mich eine persönliche, ganz einfache Vision für meine Handeln (im Sinne eines nachhaltigen Lebensstils) entwickelt – Erholung in der Natur – Augen auf! – globale Partnerschaft und doch hier im Kleinen meinen Beitrag leisten – Natur und ich: sie hat mir wieder Ruhe geschenkt – auch wenn ich nicht an die Menschen denke, die nach mir kommen ... - «Weil ich es mir wert bin!» - am Bach, am See, da ... – Es geht um Werte, um unsere Prioritätensetzung – ... damals am Meer ... diese Unendlichkeit – oben auf dem Berg ... die Stille und der weite Blick ... - Gibt es ein schöneres Lernen (und Tun), als wenn man weiss, dass man damit etwas bewirken kann? – Ich bin ein Teil dieser Natur und halte mich in ihr sehr gerne auf – Mir wurde erneut klar, wie sehr wir der Natur ausgeliefert sind ... auch auf sie angewiesen sind. – eine Frage des Geldes? eine Frage der Motivation? eine Frage des Bewusstseins? – ...
Erst seit dem Besuch dieses Moduls ist mir aufgefallen, wie hochaktuell nachhaltige Entwicklung ist! – Es geht um eine neues Bewusstsein, um einen globalen Lernprozess“

Adrian Müller

Freitag, 25. Mai 2007

Zeit für einen Boxenstopp / life's a rat race

Gerade heute habe ich mir wieder einmal Zeit genommen, in der Natur zu sein.
Ich sass ( besser lag) auf einem Pedalo auf dem Bodensee, liess mich von den Sonnenstrahlen wärmen, entspannte mich, während die sanften Wellen des Sees mich beinahe in den Schlaf wogen. Absolute Stille, bis auf das feine Plätschern des anschlagenden Wassers. Ein herrlicher Moment!............den ich so lange nicht mehr hatte! Genau diese Gedanken löst dieses bewusste Wahrnehmen in mir aus. Viel zu selten nehme ich mir die Zeit, mich in die Natur zu setzen, tief durchzuatmen und den Moment einzusaugen! Ich verspüre jeweils grosse Genugtuung und auch Dankbarkeit für die Natur, aber auch Reue, mir solche Momente nicht mehr zu gönnen.

„Zeit ist Geld“- der 0815-Allerweltsspruch.So vieles wäre zu tun, dies und jenes muss erledigt werden, Abgabefristen drängen. Ich bin sicher alle PHR-Studenten (und Studentinnen) kennen dieses beklemmende Gefühl.
Es gehört aber auch zum neuen Lebensstil, sich einen Stress zu machen, ausgebucht zu sein, mit dem vollen Terminkalender („ach-ich-hab-kaum-Zeit...blabla) anzugeben und dauernd „auf dem Sprung“ zu sein. Dies wirkt modern, professionell und erfolgreich. Hingegen gibt es, so glaube ich, immer mehr auch eine Gegentendenz zur schnelllebigen Welt, nämlich sich Zeit für sich selbst zu nehmen.
Ich finde es einfach traurig und bedauernswert, wenn diese Auszeiten in der Agenda notiert werden müssen, da sie sonst untergehen oder nicht einkalkuliert würden. Ich persönlich möchte spontan entscheiden können, wann ich zu was Lust habe, ohne dafür einen Blick in meinen unverzichtbaren „Lebensverplaner“, die Agenda werfen zu müssen.

Vielseitiges Anregen, nicht Moral eintrichtern!

Beim Lesen des Artikels musste ich immer mehr feststellen, dass die Agenda 21, wenn auch nicht explizit erwähnt, Teil des täglichen Unterrichts ist. Ich bemühe mich immer, auch umweltbezogene Perspektiven in ein Thema mit einzubeziehen. Speziell wichtig, wie auch Herz erwähnt, finde ich, dass in den Schülern die fragende, kritische Haltung geweckt wird. Sie sollen nicht zu passiven Erdbürgern werden, sondern sich aktiv und entschieden für die Welt einsetzen und sich eine Meinung über die Vorgänge bilden können. Um etwas bewegen zu wollen, braucht es natürlich auch ein Interesse, diese Ideen zu verfolgen. Herz braucht in diesem Zusammenhang die Begriffe „Wissens-Durst“ und „Verstehens-Hunger.“

Besonders wertvoll finde ich es auch, fächerübergreifend an einem Thema zu arbeiten, um alle Dimension aufzeigen zu können. Ideal für solche Themen sind natürlich auch Sonderwochen mit einem Thema, das die Agenda 21 berücksichtigt. So kann intensiv daran gearbeitet werden und für den Schüler entsteht ein bleibender Eindruck.
Ich weiss von einer Schule, die nächste Woche das Thema „Afrika“ behandelt. In verschiedenen Workshops, von den Lehrkräften angeboten, lernen die Kinder verschiedene Aspekte des Themas kennen. Ein Thema ist beispielsweise „Kinderarbeit“: Die Schüler bieten ihre Hilfe für verschiedene Tätigkeiten im Dorf an und erfahren so, was es heisst, als Kind arbeiten zu müssen. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema durch Selbsterfahrung finde ich sehr sinnvoll.
Wichtig finde ich, bei „Agenda 21“-Themen den Kindern nicht als Moralapostel gegenüberzutreten oder eine Meinung aufzwingen zu wollen, sondern sie anzuregen, über verschiedene Dinge nachzudenken, damit sich so eine eigene Meinung und eine kritische Haltung aufbauen können.

Anina Müller, LG A 04

Sonntag, 20. Mai 2007

Wer die Welt verstehen will, der mache die Augen auf und nicht den Mund

Mit Photos betroffen machen ist einerseits eine sehr gute und wirksame Methode, auf der anderen Seite ist aber auch sehr kritisch damit umzugehen. Es ist einfach mit schlimmen Photos Emotionen der Kinder zu sehen und diese zu provozieren. Man kann aber mit Photos auch Emotionen auslösen, die für Kinder noch nicht gesund sind. Bilder können verfolgen und Alpträume verursachen. Wenn man Bilder einsetzt, die die Augen öffnen sollen und das Leid der Erde wiederspiegeln, sollte man sich genau überlegen, wie weit man gehen kann ohne Schaden anzurichten.

Jeder kann von jedem lernen ist ein wichtiger Aspekt, der unbedingt auch in den Unterricht einfliessen muss. Wir sind nicht Gott oder bessere Menschen als jene in Afrika. Auch wir können von ihnen viele Dinge lernen. Und die Kinder sollen auch erfahren, dass dort wo Leid ist auch Leben stattfindet mit allen Facetten. Auch dort spielen Kinder und lachen. Es ist nicht einfach nur dunkel und kalt. Wir müssen voneinander lernen und nicht uns in die höchste Position befördern und als Lehrer aufspielen.

Die Kinder kann man vor allem ansprechen, wenn man von ihrer Ebene aus denkt. Das heisst, wir müssen uns überlegen, wie die Kinder das Geschehnis sehen und wie man die Notwendigkeit der Nachhaltigkeit ihnen näher bringen kann.

Im Text wird die vielfalt des Themas ersichtlich. Man kann so viele unterschiedliche Themen behandeln, die zur Nachhaltigkeit beitragen. Das heisst, dass man den Unterricht sehr spannend gestalten kann und dabei auch verschiedene Bereiche miteinander vernetzen. Zu beachten ist aber, dass nicht jedes Thema für jede Stufe geeignet ist. Das muss man sich sehr gut überlegen. Sehr gut geeignet ist auch daf fächerübergreifende Arbeiten mit den Schülern.

Arbeiten in Gruppen ist bekanntlich meistens angenehmer als alleine. Dies sollte man auch für die Bearbeitung der Nachhaltigkeit in der Schule berücksichtigen. Diskussionen und Treffen auch mit Aussenstehenden ist sehr sinnvoll und interessant.

Nur schon selber Werbe Slogans für Recycling oder ein anderes Thema, spricht die Schüler an und regt zum Nachdenken an. Der erste Schritt ist gemacht.

Kreativ Handeln

Was ich immer wieder aus dem Text herauslesen konnte war: Gemeinsam kommen wir weiter.

Ich finde es wichtig, dass man im Team zusammen arbeitet und so verschiedene Themen miteinander austauschen und ergänzen kann.
Mir ist schon einige Male aufgefallen, dass die Mensch und Umwelt Themen bei einer anderen Lehrperson nochmals durchgenommen werden oder nur kurz angeschnitten werden. Ich würde es sinnvoll finden, wenn man sich mit den anderen Lehrpersonen abspricht. Das Thema Wasser, das in allen Schulstufen vorkommt, könnte man mit Hilfe von gemeinsamer Absprache sehr sinnvoll planen. Ich finde es wichtig, dass die Kinder Zusammenhänge sehen und erkennen, das heisst, ein Thema sollte richtig aufgebaut sein.
In einem Schulhaus beispielsweise rotieren Ordner, welche die M&U Themen und auch andere Fächerthemen aufgelistet sind. Diejenige Lehrperson, welche die Klasse einer anderen Lehrperson übernimmt kann im Ordner nachschauen welche Themen behandelt wurden. Diese Idee finde ich bereits einen guten Ansatz.

Wie im Text herauszulesen war ist das Thema kreativ sehr gut umsetzbar. Ich war mir dessen nicht so bewusst, da ich es noch nie aus dieser Perspektive betrachtet habe. Ich kann mir aber gut vorstellen die Thematik durch Strassentheater, Rollenspiele und andere Ideen umzusetzen.

Die vorgestellte AGENDA-Schule (Gesamtschule Holsterhausen) hat mir imponiert. Die Reduktion der Ziele, die sie sich gesteckt haben finde ich ausserordentlich gut. Ich denke bei solchen riesigen Gebieten, wie die nachhaltige Entwicklung, ist eine überlegte Eingrenzung von grosser Wichtigkeit. Vielfach werden meiner Meinung nach zu grosse und auch nicht immer umsetzbare Ziele gesteckt. Wie beim Ziel Nr. 2 beschrieben, werden auch die Eltern miteinbezogen sowie ausserschulische Partner. Dies erachte ich als sehr wichtig, da viele verschiedene Gesichtspunkte miteinbezogen werden können.
Gut finde ich auch, dass sie am Jahresende rückblicken und reflektieren. Auch für die Kinder ist dies sicher wertvoll.

Nachdem ich den Abschnitt der Gesamtschule Holsterhausen gelesen habe dachte ich "wow"! Ich finde dieses Vorhaben sehr mutig. Man spürt heraus, wie motiviert bereits die "Gründer" sind und wie sie diese Motivation herüberbringen. Ich bin mir sicher, dass diejenigen Kinder, die solch ein grosses und lehrreiches Projekt miterleben können bereits über sehr viel Wissen in diesem Bereich verfügen - auch für sich selber.


Bereits mit kleinen Schritten schon kann nachhaltiges Handeln / Denken erlernt werden - ja sogar mit einer Menge Spass.
Genau mit solchen kleinen Schritten soll meiner Meinung nach heutzutage gehandelt werden. So kann etwas erreicht werden und nicht durch Angstmachen und Predigungen.

Motivation zur Nachhaltigkeit

Meine Motivation zur Nachhaltigkeit geht zurzeit unterschiedliche Phasen durch. Ich durchlebe Höhen wie auch Tiefen in diesem Zusammenhang. Bemerkt habe ich aber, dass ich vor allem dann, wenn ich Impulse bekomme sehr motiviert und begeisterungsfähig bin. Als Beispiel nehme ich den Wocheninput mit den Post it Zetteln. Diese "Aufgabe" habe ich sehr gerne gemacht und war auch während der ganzen Zeit sehr motiviert. Dies wurde vor allem dadurch gefördert, durch die vielen kleinen Zwischenerfolge die sich mit der Zeit abzeichneten.

Darum finde ich es aus eigener Erfahrund dringend notwendig, dass die Menschen einen Ansporn erhalten, etwas zur Nachhaltigkeit zu unternehmen. Vor allem die jüngeren Generationen. Bei diesen ist es vor allem nötig, dass sie über die aktuelle Situation aufgeklärt werden. Teilweise wissen diese gar nicht, um was es eigentlich geht. Ebenfalls ist nicht sicher, ob sie sich regelmässig mit den Medien auseinandersetzen und so schon einen Einblick in das Geschehen besitzen. Nach der Aufklärung ist der eben schon erwähnte Impuls notwendig, so wie wir ihn immer jede Woche erhalten. Die Kinder sollen Ziele vor Augen haben, die erreichbar sind und somit Erfolgserlebnisse garantieren. Diese tragen sie dann immer weiter und somit können sie die unterschiedlichsten Ziele erreichen.

Ein weiterer Punkt ist auch, dass es gemeinsam besser geht. Ich habe dies schon viele Male selber erlebt und es ist auch bewiesen. Wenn man in der Gruppe etwas unternimmt, ist es viel lustiger und interessanter als alleine. Deshalb finde ich, ist die Schule die optimale Plattform für die Förderung der Einstellung zur Nachhaltigkeit der Kinder.

Auch bei unserem Blogthema sind Impulse sehr wichtig, so dass der optimale Lebensstil definiert werden kann. Durch Ausstausch und Diskussionen kann dieser angepasst und verändert werden.

Freitag, 18. Mai 2007

Kampfansage!

Nachhaltigkeit vs Bequemlichkeit

Die Frage warum ich manchmal nicht nachhaltig handle ist schnell beantwortet. In 99% der Fälle geht es dabei nur um Bequemlichkeit. Die Alufolie vom eben gegessenen Döner wird in den normalen Abfalleimer auf der Strasse geworfen und die Colaflasche aus Plastik fliegt natürlich gleich mit.

Klar weiss ich dass Alu und PET separat gesammelt werden, doch wo finde ich in der Stadt die nötigen Sammelbehälter? Den Abfall im unnötig mitgenommenen Plastiksäcklein herumschleppen, wäre eine Möglichkeit aber eben, wäre…

Warum ich meistens nachhaltig handle kann ich nicht sagen. Ein Grund dafür ist sicher, dass ich so erzogen wurde aber auch Respekt gegenüber der Natur spielt eine Rolle.

An die zukünftige Generation denke ich auf jeden fall nicht wenn ich meine Batterien zum entsorgen bringe.

Warum wird auch für kurze Strecken oft das Auto genommen? Weil es halt einfach viel bequem ist diese Strecken mit dem Auto zurückzulegen. Im Kampf zwischen Nachhaltigkeit und Bequemlichkeit siegt also meistens die Bequemlichkeit und genau hier müssen wir ansetzen! Ein Lebensstil in dem die Nachhaltigkeit höher gewichtet wird als die Bequemlichkeit könnte uns weiterbringen.

Dienstag, 15. Mai 2007

Weitblick vs. Leben für den Moment

Wenn ich nachhaltig denke und handle, dann tu ich dies meist unter dem Aspekt des Hinterlassens für unsere Nachkommen. Ich möchte, dass meine Kinder und Kindeskinder in einer einigermassen gesunden Welt aufwachsen können. Dies wäre die Perspektive mit Weitblick. Aber ich muss zugeben, dass auch ich manchmal den Weitblick verliere und nur für den Moment schaue. Diese Drohungen und Ansagen der Umweltproblematik höre ich zwar, nehme sie aber nicht wirklich ernst, da ein solches Szenario kaum vorstellbar ist. In diesen Situationen handle auch ich unüberlegt und die Passivität und Faulheit siegen über das nachhaltige Handeln. Im Kern scheint es mir bei dieser Problematik wirklich um das „Vorausschauen“ oder „Leben im hier und jetzt“ zu gehen. Extrem gesagt könnte man sich fragen: „Was kratzt es mich, was in 100 Jahren ist, dann betrifft es mich sowieso nicht mehr!“ Nun, ich denke nicht so, denn ich möchte auch für meine Nachkommen eine soweit möglich intakte Welt hinterlassen.
Ich schätze die Natur, die verschiedenen Schauspiele und die vielen kleinen Wunder, die sie uns bietet. Bei einem phänomenalen Sonnenuntergang lehne ich mich zurück und atme tief ein, um diese wunderschönen Momente einsaugen und speichern zu können. Solche Momente möchte ich weiterhin erleben und unseren Nachfahren ermöglichen können. Deshalb leiste ich meinen Beitrag in verschiedenen Bereichen.
Im Zusammenhang mit unserem Blogthema „neuer Lebensstil“ geht es sicher darum, die Welt und deren Schönheiten zu schätzen, sich auch dafür verantwortlich zu fühlen und einen weitreichenden Blick zu haben. Nun, dass ist sicher eine Wert- oder auch Einstellungsfrage und bleibt schliesslich jedem selbst überlassen.
Ich muss zum Schluss zugeben, dass ich die direkte Verbindung vom Zustand der Natur und einer kurzen Autofahrt manchmal auch nicht herstelle (oder nicht herstellen will?) und auch zurückfalle ins Denken „diese kleine Autofahrt wird kaum etwas ändern!“ Wenn ich mir aber mehrere Millionen kleine Autofahrten vorstelle, die gemacht oder eben nicht gemacht werden, ist das Ausmass riesig. Damit möchte ich sagen, dass man den eigenen Beitrag nicht abwerten oder zunichte machen darf, ( um damit eine Ausrede zu haben!...) sondern jeder einzelne Beitrag zählt. Wohin kämen wir, wenn jeder so pessimistisch denken würde a la „ich kann ja doch nichts bewegen.....“???

Vernetzungen

Ich ertappe mich viel, dass ich ein schlechtes Gewissen habe, wenn jemand etwas für mich arbeiten oder erledigen muss. Vielfach ist es auch dann so, wenn ich sogar für die Dienstleistung bezahle. In der Schweiz habe ich nicht so ein Problem damit, als im Ausland. Meiner Meinung nach haben in der Schweiz die meisten Leute ein geregeltes Einkommen und dies unter Berücksichtigungdes Midestlohnes.

Wenn ich jetzt aber im Ausland mir Zöpfe in die Haare flechten lasse und dabei nur 5 Franken zahlen muss, fühle ich mich automatisch schlecht. Obwohl ich mich ja eigentlich über den billigen Preis freuen könnte, habe ich eher Mitleid mit den Menschen und kann meine Freude nicht geniessen.

Das Problem ist, das dies eigentlich überall der Fall ist. Wie ich im ersten Teil beschrieben habe, bekommen die Leute in der CH meistens einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit. Wenn ich jetzt aber in einem Einkaufszentrum oder einem Kleiderladen denke, kommen mir zuerst die Verkäuferinnen und Verkäufer hier in der Schweiz in den Sinn. Wer und wo diese Kleider aber produziert wurden, weiss man nur selten. Und das Wichtigste ist, man weiss auch nicht, wieviel diese Leute am Tag verdienen, wenn sie unzählige Kleidungsstücke herstellen müssen. Wie wir wohl alle wissen, nicht allzu viel.

Daraus folgt, dass ich nicht nur im Ausland ein schlechtes Gewissen haben sollte, sondern auch hier in der Schweiz wenn ich einkaufen gehen. Dies könnte ich beheben, indem ich mich bei jedem Kauf über die Herkunft der Dinge informiere. Aber ich denke, dass dies gar nicht möglich ist. Ich finde es schon einen sehr grossen Fortschritt, dass in den Läden zum Teil Produkte angeboten werden, die geprüft wurden.

Der Unterschied zum Ausland ist einfach, dass ich dort sofort der Ungerechtigkeit in die Augen sehe, in der Schweiz aber erst durch Unwegen.

Für unser Thema sind die sozialen Netze von zentraler Bedeutung. Ohne diese geht meiner Meinung nach nichts. ICh denke aber, dass sich die Wichtigkeit dieser sozialen Netze sich in den letzen Jahren sehr verändert hat und meiner Meinung nach abgeschwächt sind.

Auch an Morgen denken!

Wenn ich mit mir selber zufrieden bin oder wenn es Phasen gibt, in denen ich mehr Zeit für mich finde, dann bin ich motivierter nachhaltig zu handeln. Es hat also auch mit der inneren Zufriedenheit zu tun und auch mit der Achtsamkeit.
Es gibt Tage da denke ich: Für was und für wen soll ich nachhaltig handeln? Was nützt es, wenn sich sowieso nicht alle daran halten? Was kann ich alleine bewirken. Ich habe manchmal Mühe, mich nach solchen Überlegungen zu motivieren. Es ist einfach gesagt, dass jede einzelne Tat und jedes Handeln etwas bringt.

Auf der anderen Seite aber denke ich an die zukünftigen Kinder. Wir sind doch auch für dieses verantwortlich! Ich kann mich noch erinnern, wie gerne ich draussen in der Natur war. Auch unsere Kinder sollen diese Möglichkeit erhalten. Ich habe ein gewisses Verantwortungsgefühl gegenüber den zukünftigen Kindern.

Wenn ich mich mit dem Thema nachhaltige Entwicklung näher auseinandersetze und mir überlege wie es mit unserer Welt weitergeht dann sieht meine Motivation ganz anders aus. Es kommt drauf an wie ich mich gerade fühle. Es gibt Tage, da sehe ich Bilder von überbauten Wiesen und Wäldern, verschmutzen Meeren und noch anderen abschreckenden Sachen. Dann habe ich ein schlechtes Gewissen und nehme mir vor nachhaltiger zu handeln. Aber die Frage ist immer: Wie lange hält dies an?
Ich würde es noch gut finden vermehrt Werbekampagnen zum Thema nachhaltige Zukunft zu entwerfen. Dann müssten aber die zahlreichen Parfumwerbungen oder sonstige zurückstecken.

Zum Lebenstil heute:
Direkte Konfrontation mit dem Thema, wie beispielswiese durch Werbeplakate, würde die Menschen meiner Meinung nach einwenig aufrütteln. Da sich heutzutage viele Menschen gar keine Gedanken darüber machen und einfach jetzt und heute Leben ohne an die Zukunft zu denken, finde ich eine Konfrontation sinnvoll.

Achte die Natur und deine Mitmenschen

Diese Regel oder dieses Gebot finde ich grundlegend für ein gutes und zufriedenes Leben. Für mich war es immer viel leichter, den zweiten Teil dieser Regel einzuhalten. Ich habe mir schon immer sehr Mühe gegeben, andere Menschen zu achten und konnte dies auch weitgehend einhalten.
Im Gegensatz zum ersten Teil. Mir fällt es viel schwerer die Natur zu achten, obwohl dies eingenglich ganz einfach wäre. In den letzten Wochen habe ich mich dazu gezwungen, sehr bewusst und achtsam zu leben. Dabei habe ich folgende Punkte anders gemacht, als vorher.

  • Ich tötete keine Fliegen sondern führte sie aus dem Fenster in die Freiheit.
  • Ich rettete eine Spinne obwohl ich furchtbare Angst davor habe.
  • Ich suchte immer einen Aschenbecher für meine Zigarettenstummel.
  • Ich bemühte mich, herumliegenden Abfall aufzunehmen und in den nächsten Abfall zu entsorgen.
  • Ich nahm mir Zeit und betrachtete die Natur und deren Schönheiten intensiv.
  • Ich schaute mich auf dem Schulweg genauer um und entdeckte unglaublich viele unterschiedliche Wunder der Natur.

Dies sind alles Kleinigkeiten, aber nach jeder Tat fühlte ich mich immer besser. Achtsam zu leben ist gar nicht so schwer und es ist auch eine Art Hilfe für sich selber. Man sollte immer ein bisschen Zeit für sich selber im Tag haben um nachzudenken. Die Natur bietet einem die beste und schönste Möglichkeit dazu.

Informationsflut

Seit ich das Modul nachhaltige Zukunft besuche, ist mir erst so richtig bewusst geworden, wie viel in den Medien darüber geschrieben wird.
Es wechseln sich regelmässig Berichte über die Klimaerwärmung, Überschwemmungen oder Waldbrände ab. Bis jetzt habe ich diese Bericht einfach so gelesen und fand es schon schlimm, aber richtig damit auseinandergesetzt habe ich mich nicht wirklich. Ich denke so geht es noch vielen anderen Menschen.
Durch die Seminare wird einem noch mehr bewusst, dass die Medien eine sehr grosse Rolle übernehmen.

Oft sehe ich auch sogenannte Gegenüberstellungen in der Zeitung oder dem Fernseher. Da sind zwei Personen, die ihre Meinung vertreten. Die eine Person findet den Klimawandel nicht so schlimm und die andere Person prophezeit den Weltuntergang. Beide Personen argumentieren ihre Ansichten sehr gut und wenn ich ehrlich bin, würde ich beiden glauben. Mir fehlt irgendwie der Durchblick, wie schlimm es denn nun wirklich um unsere Zukunft steht. Wem soll ich glauben?

Der Nachteil der Medien ist, dass sie die Macht haben etwas als dringend oder sehr schlimm darzustellen oder einfach zu verharmlosen. Daher diskutiere ich am Liebsten mit reelen Personen von meinem Umfeld. Die Medien sind sehr nützlich zum Informationen zu sammeln aber ich finde es doch sehr wichtig, sich selber eine Meinung darüber zu bilden anhand Recherchen und Gesprächen.

Montag, 14. Mai 2007

ich - du - wir - alle

Ich überlege mir noch häufig, was in dieser Sekunde wohl ein Mensch auf der anderen Seite der Erdkugel gerade macht!? Welch ein kleiner Teil bin ich auf dieser Welt!

Gewissen Überlegungen haben mich nachdenklich gmacht. Man ist sich gar nicht so bewusst, wie "vernetzt" wir eigentlich miteinander sind. Das Traurige ist aber, dass nicht alle davon profitieren.

Wenn ich mir überlege welch eine Reise eine Banane gemacht hat, um schlussendlich in meiner Obstschale zu Hause anzukommen. Eine immense Anzahl von Fingern hat diese einzige Banane berührt und ich kann sie nun mit wenigen Bissen verzehren. Man könnte auch noch weiterdenken, was für Menschen habe diese Banane berührt, wie haben sie davon profitiert. Oder was denken sich diese Menschen über uns, wenn sie die Früchte sorgfältig verarbeiten und verpacken?
Bananen prägen das Leben von hunderttausenden von Menschen.

Überlegungen zu unserem Gruppenblogthema sind die sozialen Netze. Gerade für eine "bessere" Umwelt sind Beziehungen und gegenseitiges Vertrauen die Basis. Wenn jeder alleine kämpft kommen wir nicht weit.
Wenn wir selber zufriedener sind, sind wir produktiver und zielorientierter.

Sei achtsam!

Was ist das Schwerste von allem?
Was dir das Leichteste dünket:
Mit den Augen zu sehen,was vor den Augen dir liegt.
Johann Wolfgang von Goethe
Mir ist sofort dieser Gedankenspruch von Goethe zum Thema Achtsamkeit eingefallen. Ich konnte mich erinnen, den einmal aufgeschreiben zu haben.
Ist es nicht wirklich einfach, achtsam zu sein? Ich finde er bringt das Thema gerade auf den Punkt.
Nachhaltige Entwicklung hat meiner Meinung nach einiges mit Achtsamkeit zu tun. Wenn jeder von uns sich vornehmen würde, einwenig achtsamer zu leben, würden die Menschen viel sensibler auf die Probleme der Welt reagieren. Wir müssen die Augen offen lassen, auch wenn wir lieber wegschauen möchten.
Ich empfand die Aufgabe "achtsam sein, achtsam wahrnehmen" wirklich spannend. Am ersten Tag des Erprobens hat es jedoch wie aufgesetzt gewirkt. Man neigt schnell dazu zu übertreiben oder das Ganze ins Lächerliche zu ziehen. Wirksamer war es später erst. Auch jetzt noch versuche ich, achtsamer zu sein.
Ich habe mir vorgenomen, während dem Essen achtsam zu sein. Das heisst sich an den Tisch setzen, sich beim Essen Zeit zu lassen und das Essen einfach zu geniessen.
Oder auch mal auf dem Schulweg die Schönheit der Natur bewusst zu betrachten.
Jeden Tag dreimal tief durchatmen.
Ich denke wenn wir in der heutigen hektischen und oberflächlichen Lebensweise solche Momente wahrnehmen würden, wären wir zufriedener. Da die Menschen sowieso immer mehr arbeiten, wären solche Momente der Achtsamkeit wichtig.

Nachhaltige Entwicklung in den Medien

Ich muss gestehen, mir erst seit dem Besuch dieses Moduls so richtig aufgefallen, wie hochaktuell nachhaltige Entwicklung ist. Natürlich hört man immer wieder etwas davon, doch nun wird man mit diesem Sachverhalt überflutet.


Auffallend war diese Woche, dass ich fast nur in der Zeitung etwas zum Thema fand. Ich habe das Gefühl, dass über unsere Problematik sprunghaft dokumentiert wird. Manchmals gibt es einen reisen Schwall an Infos und Angstpredigten, andere Male wird das Thema am Rande noch erwähnt.


Ich habe auch im Internet nach Themen zur nachhaltigen Entwicklung gesucht und auch gefunden. Vielfach wurde der Klimawandel angesprochen, das immer wärmere Wetter und die dazugehörigen Folgen.

Aber nicht nur die Zeitung, der Fernseher oder der Radio - nein auch das Internet hat viel zu berichten. Heute schreiben wir Post's oder setzen Podcasts ins Netz und können so weltweit miteinander diskutieren. Ich höre nicht nur die Meinung meines Nachbarn und kann mir so einen grösseren Überblick beschaffen.

Nachhaltige Entwicklung ist modern - es ist in aller Munde!

Nachhaltige Entwicklung

Dienstag, 24. April 2007

Gedanken nachhaltige Zukunft

Ich denke wir in der Schweiz haben uns schon einige Gedanken über nachhaltige Zukunft gemacht. Dies erachte ich als einen ersten grossen Schritt. In den Schulen werden Themen wie Umweltschutz oder Recycling schon länger behandelt. Ich kann mich erinnern, als wir in der Primarschule das Thema Recycling hatten und Leute vom WWF vorbeikamen. Was wir dort durchgenommen hatten ist mir auch heute noch präsent. Darum finde ich es äusserst wichtig, schon früh mit den Kindern über unsere Umwelt zu sprechen. Toll finde ich auch bestimmte Aktivitäten zum Thema, beispielsweise den Wald "aufräumen" oder den Bach reinigen.
Die Kinder können ihr Wissen den Eltern mitteilen, so dass auch sie sich wieder mit dem Thema auseinandersetzen.
Wenn jeder bereits einen kleinen Teil zur Umwelt beiträgt, erreichen wir schon sehr viel. Natürlich ist das einfach gesagt, darum finde ich es sinnvoll, sich diese Thematik immer vor Augen zu halten. Im Bereich der Werbung denke ich, könnte man noch einiges bezwecken. Anstelle des neuen Burger-Plakates könnte man einen Bereich zum Thema nachhaltige Zukunft thematisieren.

Donnerstag, 10. Mai 2007

Erstes Feedback und einige Gedanken zum Weiterspinnen

Erstaunlich und erfreulich, was alles an Gedanken, Informationen, Erfahrungen in einem Blog und seinen Kommentaren zusammenkommt: Prioritätensetzung, Geldfrage, Energiefrage, Verzichten, Egoismus bis zur Weltreise unserer Jeans, ...

Mir ist das Thema „Neuer, umweltverträglicher, zukunftstauglicher Lebensstil“ tatsächlich eine dauernde (Lebens-)Frage. Wir werden in den nächsten Jahrzehnten nicht darum herumkommen, sie laufend neu zu stellen und neu zu beantworten.

Es soll aber kein „sauertöpfischer“, asketischer, verbitterter Lebensstil sein, genau so wenig wie ein Lebensstil des sinnlosen Luxuskonsums.

Unbestritten scheint mir zu sein: Wir werden neue Prioritäten setzen müssen – bald; besser heute als morgen. Es wird uns wohl einiges kosten, aber wir erhalten auch anderes, Wertvolles dafür gleichsam zurück. Wohl kein Verlustgeschäft, sondern Gewinn für alle, auch für die zukünftigen Generationen, genau so wie für uns.

Es stellt sich uns allen ja die Frage: Was ist uns langfristig wirklich wichtig? Welche Zukunft wollen wir auf dieser, unserer Erde („von der wir keine zweite im Keller haben!“) und für diese Erde?

Ein möglicher, spannender Anfang ist die Achtsamkeit.
Sich täglich üben in Achtsamkeit und bedenken, was ich wahrgenommen habe. So wird Achtsamkeit langsam zu einer Lebenshaltung und ich beginne mich zu verändern, verhalte mich anders, bewusster, bezogener auf vielerlei. Dies gibt neue Lebensqualität, neue Vernetzungen, die auch „Glück“ und „Erfüllung“ bringen. Dies geht nicht von heute auf morgen. Aber jede Weltreise beginnt mit einem ersten Schritt.


PS: Zum Einsatz von Sparlampen: Vgl. meinen Kommentar zum Beitrag „Achtsam sein, achtsam wahrnehmen / 5. Mai / oli

Vernetzte Welt

Denken wir mal an die Jeans die wir uns letzte Woche gekauft haben, nicht weil wir sie dringend gebraucht hätten – nein, weil sie zum halben Preis zu haben war!

Woher kommt die Hose eigentlich?

  • Schnittmuster und Design werden aus der Schweiz in die Konfektionsfabrik auf den Philippinen geschickt.
  • Die Baumwolle wird in Kasachstan oder Indien geerntet und nach China verfrachtet.
  • In China wird die Baumwolle mit Schweizer Spinnmaschinen versponnen
  • Auf den Philippinen wird die versponnene Baumwolle mit Indigofarbe aus Deutschland/ Schweiz eingefärbt. (sehr umweltbelastend, zum Glück geschieht dies sooo weit weg von uns)
  • Innenfutter und Wasch- Laben stammen aus Frankreich, Knöpfe und Nieten aus Italien.
  • All diese Zutaten werden auf die Philippinen geflogen und dort zusammengenäht.
  • In Griechenland erfolgt die Endverarbeitung der Jeans.
  • In der Schweiz werden sie verkauft und getragen.
  • Die Hose kommt in die Altkleidersammlung und landet nach 64000 Kilometern schliesslich in Afrika…

Eine Jeans müsste man sein, so könnte man um die ganze Welt reisen!

(Für die Herstellung einer Jeans braucht es 8000 Liter Wasser und 35 Kilogramm festes Material)

Viel Spass beim nächsten Shopping…

Entwirrung der Vernetzung: Frischprodukte aus der Umgebung

Wenn ich an Vernetzungen denke, kommt mir als erstes der Weg unserer Lebensmittel in den Sinn. Wenn wir im Migros einkaufen gehen, sind uns diese Vernetzungen und Etappen gar nicht bewusst. Gut, dass es im Fernsehen ab und zu Reportagen über den Transport von Lebensmittel gibt. Schockierend, welche Wege, oft auch im sinnlosen Zick-Zack, die Ladungen machen. Die Arbeitsschritte, die arbeitenden Menschen, Transportsmittel, Behandlungen, die gebraucht werden, um uns ein gutes Produkt vorlegen zu können sind immens. Um günstig produzieren zu können, überwindet man alle ökologischen Grenzen. Egal, wie stark die Umwelt dabei belastet wird, Hauptsache der Preis stimmt bei uns im Laden.
Am meisten schockiert mich, dass das Gute so nahe wäre, aber das Billige und Ferne aber vorgezogen wird. Wieso Gemüse und Früchte von weit her importieren, wenn es auch im eigenen Dorf angepflanzt werden könnte? Wir könnten da einen riesigen Beitrag zum Erhalt der Natur leisten, und hätten Transparenz darüber, wo unsere Frischprodukte herkommen.
Ich habe gerade diese Woche von einer Kollegin gehört, dass es in Rorschach einen Bauern gibt, der Eier, Gemüse und Früchte vertreibt. Man kann per Internet die Bestellung aufgeben und erhält dann 2x wöchentlich die Produkte frisch nach Hause geliefert. Die Preise seien gleich oder sogar kleiner als beim Detaillisten. Diese Nahrungsmittel haben ja auch nicht unzählige Station zu bewältigen, bis sie beim Verbraucher landen.
Diese Möglichkeit in Rorschach nütze ich natürlich, denn ich bevorzuge frische Produkte und finde es ideal, der Natur und gleichzeitig auch mir so einen Nutzen verschaffen zu können
Ach, ein bisschen Schleichwerbung darf ich natürlich auch nicht vergessen ( ist ja der Natur zuliebe..): http://www.gruenzeug.ch/

Anina Müller LG A 04

Samstag, 5. Mai 2007

Achtsam sein, achtsam wahrnehmen (gspürsch äs?)

Ich habe mir diese Woche vorgenommen einmal speziell auf den Stromverbrauch in unserem Haushalt zu achten. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich unsere Familie bemüht den Stromverbrauch so tief als möglich zu halten. So sind bei uns die Computer oder Fernseher nie im Standby- Modus sondern immer ausgeschaltet. Doch sind wir mit dem Strom nicht ganz so achtsam wie es auf den ersten Augenblick scheint.
So benutzen wir bei uns zum Beispiel keine Sparlampen und manchmal brennt auch das Licht wenn niemand im Raum ist.
Dabei wäre mit so einfachen Möglichkeiten wie Licht ausschalten, Sparlampen benutzen bereits eine Menge Strom zu sparen.
Ich glaube in der Schweiz gibt es nur wenige Haushalte welche ganz auf Sparlampen setzen, weil diese einfach noch zu teuer sind.
In Kanada wird es in kürze ein Gesetz geben, dass nur noch Sparlampen verkauft werden dürfen, somit stellt sich die Frage nach den Mehrkosten schon gar nicht.
Wäre so etwas in der Schweiz nicht auch umsetzbar?

Aber braucht es wirklich Gesetze welche uns zur Nachhaltigkeit zwingen? Sind wir wirklich so unselbständig, dass wir diesen Schritt nicht alleine schaffen?

Donnerstag, 3. Mai 2007

Die Laune der Achtsamkeit

Ich muss ehrlich zugeben, dass es mir schwer fiel, auf Kommando achtsam zu sein. Bei mir gibt es Tage, da schau ich nur gerade aus und bin in Gedanken versunken. Ein ander Mal fallen mir die verschiedensten Dinge auf und ich mache verschiedenste Überlegungen.
Speziell sensibilisiert bin ich auf das Thema Abfall. Ich kann es nicht ausstehen, wenn draussen in der Natur, an den wunderschönsten Plätzen, leere Chipspäcke und Bierflaschen herumliegen sehe. Das macht mich so was von wütend! Bis dieser Abfall, im speziellen die Bierflasche, den Weg zur " Verduftung" von alleine (ohne die Hilfe von achtsamen Menschen) hinter sich gebracht hat, vergehen sage und schreibe 50'000 Jahre!
Nun kann man sich vorstellen, wie unsere Umgebung aussehen würde, wenn sich jeder so verhalten würde und niemand reagieren würde. Wir hätten über Jahrtausende eine Riesenschweinerei! (Man bedenke, dass bei uns, ohne das wir es meist wahrnehmen, diesen "Natursündern" hinten nach geräumt wird...)

Vor einigen Monaten, so glaube ich zumindest, gab es Plakatwerbungen zum Thema Abfall. Ein Wohnzimmer wurde mit Müll vollgestopft und darunter stand ein Slogan in der Art von "So willst du auch nicht leben, oder?" Mich hat diese Werbung ziemlich aufgerüttelt, denn wir verschmutzen auch den Lebensraum, das "Haus" der Natur. Wir würden das garantiert nicht tolerieren. Die Natur aber ist stumm, kann sich nicht beschweren. sich wehren oder uns vor Gericht anklagen. Obwohl, wenn ich gerade daran denke?... Die Natur kann zwar nicht reden, aber....
Wie ist das mit all den Naturkatastrophen? Sind diese nicht möglicherweise als Warnung, als Aufbäumung der Natur zu verstehen?

Mittwoch, 2. Mai 2007

Summertime

Die Klimaerwärmung ist in aller Munde. Aber wie schon in mehreren Beiträgen erwähnt, wird von der Normalbevölkerung nicht allzu viel dagegen unternommen. Ich habe in den vergangenen heissen Wochen selber ein paar Erfahrungen gesammelt. Dabei muss ich mich selber auch ein wenig an den Ohren nehmen. Als erstes war mein Gedanke zu den heissen Sommertagen im April nur:"Super, so sollte es immer sein!" Dieser Gedanke hielt bedauerlicherweise sehr lange an und auch jetzt geniesse ich das Wetter eigentlich ohne schlechtes Gewissen. Aber im Gegensatz zum Beginn der Wärmeperiode, ertappe ich mich manchmal dabei, dass ich mir echt Gedanken mache zu diesem Thema. Es kann doch einfach nicht sein, dass jetzt schon Sommerwetter ist! Dazu kommt, dass ich auch im Alltag verschiedene Dinge entdecke, die unter der Sonne leiden. Die Froschleiche hatten gar keine Chance zum sich weiterentwickeln, obwohl diese Entwicklung ja bekanntlich nicht sehr lange dauert, zerstörte die Sonne den Lauf der Natur. Das Ergebnis ist, dass viele Bächlein und somit auch die Leiche ausgetrocknet wurden.
Meine Mutter rief gestern aus, wie trocken und gelb denn unser schöner gepflegter Rasen nun schon sei.
Meiner Meinung nach, sind diese beiden Auswirkungen der Erwärmung aber nicht solche, die uns Jungen anspricht oder eben nachdenklich machen soll. Da finde ich das Feuerverbot schon viel effizienter, weil das uns wirklich einschränkt. Ich kann mich noch gut an letzten Sommer errinnern, was das damals für ein Drama war, ob man jetzt am 1. August grillen kann oder nicht. Ich denke, in Zukunft werden noch mehr solche Probleme und Einschränkungen folgen, die uns beschäftigen werden.

Montag, 30. April 2007

zweiter Beitrag/ it's getting hot in here

In der letzten Woche gab es, wegen des sommerlichen Wetters im April, viel über den Klimawandel zu lesen. Personen welche jedoch nicht direkt vom warmen Frühling betroffen sind geniessen diese angenehmen Temperaturen in vollen Zügen ohne sich gross Gedanken zu machen.

Weniger Freude an den Temperaturen haben die Bauern. Diese müssen nun enorme Kosten auf sich nehmen und Bewilligungen einholen damit sie ihre Felder bewässern können, falls in den Bächen welche sie anzapfen wollen überhaupt noch Wasser fliesst…

Wer am Wochenende in die Natur gehen wollte wurde ebenfalls „Opfer“ der Klimaerwärmung. So darf man ja jetzt in Waldesnähe keine Feuer mehr entfachen.
Und sogar die Hexen sind von der Trockenheit betroffen! Sie müssen dieses Jahr an ihrer Walpurgisnacht aufs Feuer verzichten.


Meine Theorie zum Klimawandel:
Die Klimaerwärmung nimmt weiter zu, dadurch wird sich der Atlantik erwärmen. Wenn dies geschieht wird irgendwann der Golfstrom zusammenbrechen. Dies wird dazu führen, dass es in Europa immer kälter wird, was schliesslich in einer weiteren Eiszeit enden wird.


Wir müssen also unser Verhalten ändern und endlich lernen die Natur zu schätzen und zu respektieren. Sonst wird sich die Natur irgendwann selber retten und uns Menschen beseitigen.


Freitag, 27. April 2007

Beitrag 2

Diese Woche habe ich sehr wenig zum Thema Nachhaltige Zukunft in den Medien gehört oder gesehen. Ich habe den Eindruck, so lange es keine grosse Naturkatastrophen gibt, spricht man dieses Thema auch kaum an. Erst wenn es uns wörtlich an den Kragen geht, schreien plötzlich alle auf, dass man etwas verändern muss.
In der Werbung findet man noch am meisten davon. Es wird mit Bioprodukten geworben, in Zeitschriften werden Biobauern und – bäuerinnen interviewt. Dieses Thema erlebt ganz bestimmt einen Boom.
Was aber den Schutz, die Erhaltung der Umwelt angeht, so habe ich den Eindruck, dass nur aufgeheult oder dokumentiert wird, wenn’s ums Geld geht, beispielsweise die höheren Abgaben für Benzinschleudern. Wenn etwas bewegt wird, dann aus finanziellen Gründen. Wenn es im Geldbeutel beginnt zu schwinden, reagiert man. Ich finde es traurig, dass ohne diesen finanziellen Druck bei den Menschen nichts hervorgerufen werden kann. Ich frage mich manchmal, wie man diese Werthaltung, diese Ansicht bei den Menschen hervorrufen könnte. Scheinbar fühlt sich einfach niemand betroffen, die „der andere macht es ja auch nicht“ oder die „ich alleine kann nichts ändern“ Einstellung.Ich sehe da folgende Beziehung zu unserem Gruppenblogthema. Ich habe den Eindruck, dass der neue Lebensstil stark das „Leben in der Gegenwart“ reflektiert. Man lebt nur einmal, dieses Leben wird ausgiebig genossen. Wenn man selber stirbt, nimmt man wie selbstverständlich mit an, dass auch die Welt mit unter geht. Dass das Leben weitergeht oder weitergehen könnte, sieht man als egozentrisches Wesen nicht.

Montag, 23. April 2007

Gedanken machen

Ein wichtiger Schritt ist meiner Meinung nach nur schon, dass man sich über das Thema nachhaltige Zukunft Gedanken macht. Auch wenn man es nicht glaubt oder weiss, gibt es viele Bereiche in denen kleine Dinge verändert werden können ohne viel Aufwand. Wie schon vielfach erwähnt beim Einkaufen oder aber auch beim Wohnen. Bewusst leben, bewusst essen, bewusst Storm benutzen. Sobald dies intensiver geschieht sind wir schon ein Stück weiter. Natürlich braucht es zum Teil Überwindung. Aber ich habe das Gefühl, dass man sich momentan doch recht fest mit dem Thema beschäftigt, was schon ein wichtiger Schritt ist im Gegensatz zum Verdrängen und Ignorieren.

Donnerstag, 19. April 2007

Erster Beitrag/ lernen zu verzichten

Ist auf der Welt eine positive Veränderung zu bemerken?

Ich finde vor allem im Bereich der sozialen Umwelt verbessert sich die Welt. Dies zeigt sich bei den Produkten welche von den Leuten gekauft werden. Immer mehr weisen diese nämlich eines der folgenden Label auf: „Max Havelaar“, „Ökoplan“, „Naturaplan“, …

Im Bereich der Ökologie sind die Bemühungen der Autoindustrie zu erwähnen. Wird doch in letzter Zeit viel in die Forschung von Wasserstoffzellen oder Hybridantrieben investiert.

Ich sehe zuversichtlich in die Zukunft, denn wenn die Leute bereit sind bei den Haushaltsprodukten/ Lebensmitteln mehr zu bezahlen weil diese aus „fairem Handel“ sind, so werden sie in ein paar Jahren auch bereit sein, ein etwas teureres Fahrzeug zu kaufen welches mit umweltfreundlicheren Energien angetrieben wird.

Natürlich braucht es Zeit bis sich diese Entwicklungen durchsetzen können. Da drängt sich natürlich die Frage auf ob wir diese Zeit noch haben.


Das grösste Problem an unserem Lebensstil ist aber, dass wir uns an einen Luxus gewöhnt haben der kaum mehr wegzudenken ist. Wir können im Winter Erdbeeren essen, in der Wüste Skifahren, uns in weit entfernten Ländern am Meer erholen, fahren am Wochenende ins Ausland in Diskotheken, …. Um umweltfreundlicher zu leben, müssten wir auf viele dieser
Sachen verzichten. Wer ist dazu bereit?


Ein neuer Lebensstil mit weniger Luxus ist einzuschlagen! Wir müssen lernen zu verzichten und umso mehr zu geniessen was wir haben.

Beitrag 1: Die Prioritätenfrage

Generell ist die Tendenz zu nachhaltigem Denken vielerorts zu erkennen. Man spricht von Bioprodukten, sparsameren Autos, Minergie-Häusern usw. Beim Erstgenannten, den Bioprodukten, habe ich aber öfters den Eindruck, dass es nicht wirklich um den Schutz, den Erhalt der Natur geht, sondern versucht wird, Geld aus dem Schlagwort „Bio“ zu machen. Die neuen, umweltfreundlichen Technologien für Autos oder Häuser sind zwar vorhanden oder in Entwicklung, aber die Kosten sind in einer höheren Preisklasse. Es wird bestimmt noch lange dauern, bis solche zum Alltag gehören und bei der breiten Bevölkerung Akzeptanz finden. Hier wäre die Verbindung zu unserem Thema, dem neuen Lebensstil, angebracht.

Unter neuem Lebensstil verstehe ich persönlich Zeit sparen, sich Luxus leisten, alles zu jeder Zeit verfügbar haben. Fahren oder fliegen statt radeln oder gehen, exotische Früchte aus allen Ländern essen, Produkte aus aller Welt anschaffen. All dass ist eine Frage der Prioritäten. Was steht bei mir an erster Stelle? Möchte ich mein gespartes Geld für Ferien in Thailand ausgeben oder mir ein umweltfreundliches, kostspieliges Auto anschaffen? Ist es mir wert, mich auf einheimische Produkte zu beschränken und die mögliche Vielfalt zu ignorieren? Möchte ich einen Ausflug in den heimischen Wald machen oder lieber in den Europapark fahren?
Es ist eine Frage der Gewichtung, ob man bereit ist, auf etwas zu verzichten, um in etwas anderes, das vielleicht nicht direkten Profit abwirft, zu investieren.
Ich nehme mich selbst keineswegs aus dieser Diskussion heraus, auch ich spiele hier meine Rolle. Aber ich finde es nur schon wichtig, dass man sich diese Gedanken überhaupt erst mal macht und sich der Wirkung seiner Handlungen bewusst ist. Nur darf man nicht nur dort verharren, sondern sollte handeln, wenn auch nur in einem bestimmten Bereich. Ich gebe zu, dass auch ich das Auto aus Bequemlichkeit und Zeitspareffekt öfters dem Velo vorziehe.......