Ich muss ehrlich zugeben, dass es mir schwer fiel, auf Kommando achtsam zu sein. Bei mir gibt es Tage, da schau ich nur gerade aus und bin in Gedanken versunken. Ein ander Mal fallen mir die verschiedensten Dinge auf und ich mache verschiedenste Überlegungen.
Speziell sensibilisiert bin ich auf das Thema Abfall. Ich kann es nicht ausstehen, wenn draussen in der Natur, an den wunderschönsten Plätzen, leere Chipspäcke und Bierflaschen herumliegen sehe. Das macht mich so was von wütend! Bis dieser Abfall, im speziellen die Bierflasche, den Weg zur " Verduftung" von alleine (ohne die Hilfe von achtsamen Menschen) hinter sich gebracht hat, vergehen sage und schreibe 50'000 Jahre!
Nun kann man sich vorstellen, wie unsere Umgebung aussehen würde, wenn sich jeder so verhalten würde und niemand reagieren würde. Wir hätten über Jahrtausende eine Riesenschweinerei! (Man bedenke, dass bei uns, ohne das wir es meist wahrnehmen, diesen "Natursündern" hinten nach geräumt wird...)
Vor einigen Monaten, so glaube ich zumindest, gab es Plakatwerbungen zum Thema Abfall. Ein Wohnzimmer wurde mit Müll vollgestopft und darunter stand ein Slogan in der Art von "So willst du auch nicht leben, oder?" Mich hat diese Werbung ziemlich aufgerüttelt, denn wir verschmutzen auch den Lebensraum, das "Haus" der Natur. Wir würden das garantiert nicht tolerieren. Die Natur aber ist stumm, kann sich nicht beschweren. sich wehren oder uns vor Gericht anklagen. Obwohl, wenn ich gerade daran denke?... Die Natur kann zwar nicht reden, aber....
Wie ist das mit all den Naturkatastrophen? Sind diese nicht möglicherweise als Warnung, als Aufbäumung der Natur zu verstehen?
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3 Kommentare:
Hallo Bionina
Ich muss dir Recht geben, es ist wirklich schlimm wie sich viele einfach irgendwo in der Natur ihres Abfalls entledigen. Es stimmt mich nachdenklich wenn Leute ihren Abfall auf den Boden werfen, obwohl sich keine zwei Meter von ihnen entfernt ein Abfalleimer befinden würde. Was geht in den Köpfen von solchen Leuten (meist Jugendliche) vor? Ist es im Moment „in“ wenn man seine Umgebung verunreinigt? Oder sind diese „Kids“ einfach schlecht erzogen worden?
Ich bin mir nicht sicher, ob die Naturkatastrophen wirklich als Warnsignal zu verstehn sind. Auf alle Fälle aber zeigen sie wieder einmal klar auf, wie wir ihr doch eigentlich (trotz unserer vermeintlich unerreichten Intelligenz) unterlegen, ergeben sind, machtlos. Und da wir nicht selten auch selbst Auslöser sind von Naturkatastrophen (z.B. Erdrutsche durch das Abholzen grosser Flächen) sollte es uns zum Reflektieren anstossen. Denn der Raubbau, wie wir ihn betreiben, ist alles andere als nachhaltig. Aber ich zeige jetzt auch mit dem Finger auf andere (zumal ich selbst keine Boden abholze), und die Achtsamkeit sollte mich ja genau lehren, selbst täglich im kleinen Rahmen einen achtsamen Umgang zu pflegen. Zwar machte mir das auf Knopfdruck tatsächlich auch etwas Mühe (resp. ich vergass es schlicht weg wieder), doch ist das ja auch kein Thema, welches innerhalb einer Woche abgehandelt ist. Ich hoffe, dass drum die Achtsamkeit bei allen nachhaltig .. etwas in der Umgangsweise (z.B. Abfallentsorgung) bewirken konnte.
Hallo,
schöner Artikel zum Thema "Achtsamkeit". Zum selben Thema habe ich gerade einen längeren Blog-Beitrag geschrieben. Hier geht es vor allem um die Anwendung der Achtsamkeit, um den inneren "Autopiloten" vorübergehend auszuschalten und so den selbstgemachten Stress zu erkennen und abzubauen.
Vielleicht interessiert es Sie ja.
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