Freitag, 25. Mai 2007

Vielseitiges Anregen, nicht Moral eintrichtern!

Beim Lesen des Artikels musste ich immer mehr feststellen, dass die Agenda 21, wenn auch nicht explizit erwähnt, Teil des täglichen Unterrichts ist. Ich bemühe mich immer, auch umweltbezogene Perspektiven in ein Thema mit einzubeziehen. Speziell wichtig, wie auch Herz erwähnt, finde ich, dass in den Schülern die fragende, kritische Haltung geweckt wird. Sie sollen nicht zu passiven Erdbürgern werden, sondern sich aktiv und entschieden für die Welt einsetzen und sich eine Meinung über die Vorgänge bilden können. Um etwas bewegen zu wollen, braucht es natürlich auch ein Interesse, diese Ideen zu verfolgen. Herz braucht in diesem Zusammenhang die Begriffe „Wissens-Durst“ und „Verstehens-Hunger.“

Besonders wertvoll finde ich es auch, fächerübergreifend an einem Thema zu arbeiten, um alle Dimension aufzeigen zu können. Ideal für solche Themen sind natürlich auch Sonderwochen mit einem Thema, das die Agenda 21 berücksichtigt. So kann intensiv daran gearbeitet werden und für den Schüler entsteht ein bleibender Eindruck.
Ich weiss von einer Schule, die nächste Woche das Thema „Afrika“ behandelt. In verschiedenen Workshops, von den Lehrkräften angeboten, lernen die Kinder verschiedene Aspekte des Themas kennen. Ein Thema ist beispielsweise „Kinderarbeit“: Die Schüler bieten ihre Hilfe für verschiedene Tätigkeiten im Dorf an und erfahren so, was es heisst, als Kind arbeiten zu müssen. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema durch Selbsterfahrung finde ich sehr sinnvoll.
Wichtig finde ich, bei „Agenda 21“-Themen den Kindern nicht als Moralapostel gegenüberzutreten oder eine Meinung aufzwingen zu wollen, sondern sie anzuregen, über verschiedene Dinge nachzudenken, damit sich so eine eigene Meinung und eine kritische Haltung aufbauen können.

Anina Müller, LG A 04

1 Kommentar:

Stefanie hat gesagt…

Hallo Anina!
Ich finde deinen Post sehr eindrücklich. Ich bin auch der Meinung, dass Kinder durch Selbsterfahrung vieles lernen können. Natürlich braucht dies Zeit und Organisation. Solche Projekte finde ich sehr lerreich und spannend für die Kinder sowie auch für uns Lehrpersonen.
Die Kinder sollen lernen, ihre eigene Meinung zu haben und diese auch kund zu geben.