Freitag, 25. Mai 2007
Zeit für einen Boxenstopp / life's a rat race
Ich sass ( besser lag) auf einem Pedalo auf dem Bodensee, liess mich von den Sonnenstrahlen wärmen, entspannte mich, während die sanften Wellen des Sees mich beinahe in den Schlaf wogen. Absolute Stille, bis auf das feine Plätschern des anschlagenden Wassers. Ein herrlicher Moment!............den ich so lange nicht mehr hatte! Genau diese Gedanken löst dieses bewusste Wahrnehmen in mir aus. Viel zu selten nehme ich mir die Zeit, mich in die Natur zu setzen, tief durchzuatmen und den Moment einzusaugen! Ich verspüre jeweils grosse Genugtuung und auch Dankbarkeit für die Natur, aber auch Reue, mir solche Momente nicht mehr zu gönnen.
„Zeit ist Geld“- der 0815-Allerweltsspruch.So vieles wäre zu tun, dies und jenes muss erledigt werden, Abgabefristen drängen. Ich bin sicher alle PHR-Studenten (und Studentinnen) kennen dieses beklemmende Gefühl.
Es gehört aber auch zum neuen Lebensstil, sich einen Stress zu machen, ausgebucht zu sein, mit dem vollen Terminkalender („ach-ich-hab-kaum-Zeit...blabla) anzugeben und dauernd „auf dem Sprung“ zu sein. Dies wirkt modern, professionell und erfolgreich. Hingegen gibt es, so glaube ich, immer mehr auch eine Gegentendenz zur schnelllebigen Welt, nämlich sich Zeit für sich selbst zu nehmen.
Ich finde es einfach traurig und bedauernswert, wenn diese Auszeiten in der Agenda notiert werden müssen, da sie sonst untergehen oder nicht einkalkuliert würden. Ich persönlich möchte spontan entscheiden können, wann ich zu was Lust habe, ohne dafür einen Blick in meinen unverzichtbaren „Lebensverplaner“, die Agenda werfen zu müssen.
Vielseitiges Anregen, nicht Moral eintrichtern!
Besonders wertvoll finde ich es auch, fächerübergreifend an einem Thema zu arbeiten, um alle Dimension aufzeigen zu können. Ideal für solche Themen sind natürlich auch Sonderwochen mit einem Thema, das die Agenda 21 berücksichtigt. So kann intensiv daran gearbeitet werden und für den Schüler entsteht ein bleibender Eindruck.
Ich weiss von einer Schule, die nächste Woche das Thema „Afrika“ behandelt. In verschiedenen Workshops, von den Lehrkräften angeboten, lernen die Kinder verschiedene Aspekte des Themas kennen. Ein Thema ist beispielsweise „Kinderarbeit“: Die Schüler bieten ihre Hilfe für verschiedene Tätigkeiten im Dorf an und erfahren so, was es heisst, als Kind arbeiten zu müssen. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema durch Selbsterfahrung finde ich sehr sinnvoll.
Wichtig finde ich, bei „Agenda 21“-Themen den Kindern nicht als Moralapostel gegenüberzutreten oder eine Meinung aufzwingen zu wollen, sondern sie anzuregen, über verschiedene Dinge nachzudenken, damit sich so eine eigene Meinung und eine kritische Haltung aufbauen können.
Anina Müller, LG A 04
Sonntag, 20. Mai 2007
Wer die Welt verstehen will, der mache die Augen auf und nicht den Mund
Jeder kann von jedem lernen ist ein wichtiger Aspekt, der unbedingt auch in den Unterricht einfliessen muss. Wir sind nicht Gott oder bessere Menschen als jene in Afrika. Auch wir können von ihnen viele Dinge lernen. Und die Kinder sollen auch erfahren, dass dort wo Leid ist auch Leben stattfindet mit allen Facetten. Auch dort spielen Kinder und lachen. Es ist nicht einfach nur dunkel und kalt. Wir müssen voneinander lernen und nicht uns in die höchste Position befördern und als Lehrer aufspielen.
Die Kinder kann man vor allem ansprechen, wenn man von ihrer Ebene aus denkt. Das heisst, wir müssen uns überlegen, wie die Kinder das Geschehnis sehen und wie man die Notwendigkeit der Nachhaltigkeit ihnen näher bringen kann.
Im Text wird die vielfalt des Themas ersichtlich. Man kann so viele unterschiedliche Themen behandeln, die zur Nachhaltigkeit beitragen. Das heisst, dass man den Unterricht sehr spannend gestalten kann und dabei auch verschiedene Bereiche miteinander vernetzen. Zu beachten ist aber, dass nicht jedes Thema für jede Stufe geeignet ist. Das muss man sich sehr gut überlegen. Sehr gut geeignet ist auch daf fächerübergreifende Arbeiten mit den Schülern.
Arbeiten in Gruppen ist bekanntlich meistens angenehmer als alleine. Dies sollte man auch für die Bearbeitung der Nachhaltigkeit in der Schule berücksichtigen. Diskussionen und Treffen auch mit Aussenstehenden ist sehr sinnvoll und interessant.
Nur schon selber Werbe Slogans für Recycling oder ein anderes Thema, spricht die Schüler an und regt zum Nachdenken an. Der erste Schritt ist gemacht.
Kreativ Handeln
Ich finde es wichtig, dass man im Team zusammen arbeitet und so verschiedene Themen miteinander austauschen und ergänzen kann.
Mir ist schon einige Male aufgefallen, dass die Mensch und Umwelt Themen bei einer anderen Lehrperson nochmals durchgenommen werden oder nur kurz angeschnitten werden. Ich würde es sinnvoll finden, wenn man sich mit den anderen Lehrpersonen abspricht. Das Thema Wasser, das in allen Schulstufen vorkommt, könnte man mit Hilfe von gemeinsamer Absprache sehr sinnvoll planen. Ich finde es wichtig, dass die Kinder Zusammenhänge sehen und erkennen, das heisst, ein Thema sollte richtig aufgebaut sein.
In einem Schulhaus beispielsweise rotieren Ordner, welche die M&U Themen und auch andere Fächerthemen aufgelistet sind. Diejenige Lehrperson, welche die Klasse einer anderen Lehrperson übernimmt kann im Ordner nachschauen welche Themen behandelt wurden. Diese Idee finde ich bereits einen guten Ansatz.
Wie im Text herauszulesen war ist das Thema kreativ sehr gut umsetzbar. Ich war mir dessen nicht so bewusst, da ich es noch nie aus dieser Perspektive betrachtet habe. Ich kann mir aber gut vorstellen die Thematik durch Strassentheater, Rollenspiele und andere Ideen umzusetzen.
Die vorgestellte AGENDA-Schule (Gesamtschule Holsterhausen) hat mir imponiert. Die Reduktion der Ziele, die sie sich gesteckt haben finde ich ausserordentlich gut. Ich denke bei solchen riesigen Gebieten, wie die nachhaltige Entwicklung, ist eine überlegte Eingrenzung von grosser Wichtigkeit. Vielfach werden meiner Meinung nach zu grosse und auch nicht immer umsetzbare Ziele gesteckt. Wie beim Ziel Nr. 2 beschrieben, werden auch die Eltern miteinbezogen sowie ausserschulische Partner. Dies erachte ich als sehr wichtig, da viele verschiedene Gesichtspunkte miteinbezogen werden können.
Gut finde ich auch, dass sie am Jahresende rückblicken und reflektieren. Auch für die Kinder ist dies sicher wertvoll.
Nachdem ich den Abschnitt der Gesamtschule Holsterhausen gelesen habe dachte ich "wow"! Ich finde dieses Vorhaben sehr mutig. Man spürt heraus, wie motiviert bereits die "Gründer" sind und wie sie diese Motivation herüberbringen. Ich bin mir sicher, dass diejenigen Kinder, die solch ein grosses und lehrreiches Projekt miterleben können bereits über sehr viel Wissen in diesem Bereich verfügen - auch für sich selber.
Bereits mit kleinen Schritten schon kann nachhaltiges Handeln / Denken erlernt werden - ja sogar mit einer Menge Spass.
Genau mit solchen kleinen Schritten soll meiner Meinung nach heutzutage gehandelt werden. So kann etwas erreicht werden und nicht durch Angstmachen und Predigungen.
Motivation zur Nachhaltigkeit
Darum finde ich es aus eigener Erfahrund dringend notwendig, dass die Menschen einen Ansporn erhalten, etwas zur Nachhaltigkeit zu unternehmen. Vor allem die jüngeren Generationen. Bei diesen ist es vor allem nötig, dass sie über die aktuelle Situation aufgeklärt werden. Teilweise wissen diese gar nicht, um was es eigentlich geht. Ebenfalls ist nicht sicher, ob sie sich regelmässig mit den Medien auseinandersetzen und so schon einen Einblick in das Geschehen besitzen. Nach der Aufklärung ist der eben schon erwähnte Impuls notwendig, so wie wir ihn immer jede Woche erhalten. Die Kinder sollen Ziele vor Augen haben, die erreichbar sind und somit Erfolgserlebnisse garantieren. Diese tragen sie dann immer weiter und somit können sie die unterschiedlichsten Ziele erreichen.
Ein weiterer Punkt ist auch, dass es gemeinsam besser geht. Ich habe dies schon viele Male selber erlebt und es ist auch bewiesen. Wenn man in der Gruppe etwas unternimmt, ist es viel lustiger und interessanter als alleine. Deshalb finde ich, ist die Schule die optimale Plattform für die Förderung der Einstellung zur Nachhaltigkeit der Kinder.
Auch bei unserem Blogthema sind Impulse sehr wichtig, so dass der optimale Lebensstil definiert werden kann. Durch Ausstausch und Diskussionen kann dieser angepasst und verändert werden.
Freitag, 18. Mai 2007
Kampfansage!
Nachhaltigkeit vs Bequemlichkeit
Die Frage warum ich manchmal nicht nachhaltig handle ist schnell beantwortet. In 99% der Fälle geht es dabei nur um Bequemlichkeit. Die Alufolie vom eben gegessenen Döner wird in den normalen Abfalleimer auf der Strasse geworfen und die Colaflasche aus Plastik fliegt natürlich gleich mit.
Klar weiss ich dass Alu und PET separat gesammelt werden, doch wo finde ich in der Stadt die nötigen Sammelbehälter? Den Abfall im unnötig mitgenommenen Plastiksäcklein herumschleppen, wäre eine Möglichkeit aber eben, wäre…
Warum ich meistens nachhaltig handle kann ich nicht sagen. Ein Grund dafür ist sicher, dass ich so erzogen wurde aber auch Respekt gegenüber der Natur spielt eine Rolle.
An die zukünftige Generation denke ich auf jeden fall nicht wenn ich meine Batterien zum entsorgen bringe.
Warum wird auch für kurze Strecken oft das Auto genommen? Weil es halt einfach viel bequem ist diese Strecken mit dem Auto zurückzulegen. Im Kampf zwischen Nachhaltigkeit und Bequemlichkeit siegt also meistens die Bequemlichkeit und genau hier müssen wir ansetzen! Ein Lebensstil in dem die Nachhaltigkeit höher gewichtet wird als die Bequemlichkeit könnte uns weiterbringen.
Dienstag, 15. Mai 2007
Weitblick vs. Leben für den Moment
Ich schätze die Natur, die verschiedenen Schauspiele und die vielen kleinen Wunder, die sie uns bietet. Bei einem phänomenalen Sonnenuntergang lehne ich mich zurück und atme tief ein, um diese wunderschönen Momente einsaugen und speichern zu können. Solche Momente möchte ich weiterhin erleben und unseren Nachfahren ermöglichen können. Deshalb leiste ich meinen Beitrag in verschiedenen Bereichen.
Im Zusammenhang mit unserem Blogthema „neuer Lebensstil“ geht es sicher darum, die Welt und deren Schönheiten zu schätzen, sich auch dafür verantwortlich zu fühlen und einen weitreichenden Blick zu haben. Nun, dass ist sicher eine Wert- oder auch Einstellungsfrage und bleibt schliesslich jedem selbst überlassen.
Ich muss zum Schluss zugeben, dass ich die direkte Verbindung vom Zustand der Natur und einer kurzen Autofahrt manchmal auch nicht herstelle (oder nicht herstellen will?) und auch zurückfalle ins Denken „diese kleine Autofahrt wird kaum etwas ändern!“ Wenn ich mir aber mehrere Millionen kleine Autofahrten vorstelle, die gemacht oder eben nicht gemacht werden, ist das Ausmass riesig. Damit möchte ich sagen, dass man den eigenen Beitrag nicht abwerten oder zunichte machen darf, ( um damit eine Ausrede zu haben!...) sondern jeder einzelne Beitrag zählt. Wohin kämen wir, wenn jeder so pessimistisch denken würde a la „ich kann ja doch nichts bewegen.....“???
Vernetzungen
Wenn ich jetzt aber im Ausland mir Zöpfe in die Haare flechten lasse und dabei nur 5 Franken zahlen muss, fühle ich mich automatisch schlecht. Obwohl ich mich ja eigentlich über den billigen Preis freuen könnte, habe ich eher Mitleid mit den Menschen und kann meine Freude nicht geniessen.
Das Problem ist, das dies eigentlich überall der Fall ist. Wie ich im ersten Teil beschrieben habe, bekommen die Leute in der CH meistens einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit. Wenn ich jetzt aber in einem Einkaufszentrum oder einem Kleiderladen denke, kommen mir zuerst die Verkäuferinnen und Verkäufer hier in der Schweiz in den Sinn. Wer und wo diese Kleider aber produziert wurden, weiss man nur selten. Und das Wichtigste ist, man weiss auch nicht, wieviel diese Leute am Tag verdienen, wenn sie unzählige Kleidungsstücke herstellen müssen. Wie wir wohl alle wissen, nicht allzu viel.
Daraus folgt, dass ich nicht nur im Ausland ein schlechtes Gewissen haben sollte, sondern auch hier in der Schweiz wenn ich einkaufen gehen. Dies könnte ich beheben, indem ich mich bei jedem Kauf über die Herkunft der Dinge informiere. Aber ich denke, dass dies gar nicht möglich ist. Ich finde es schon einen sehr grossen Fortschritt, dass in den Läden zum Teil Produkte angeboten werden, die geprüft wurden.
Der Unterschied zum Ausland ist einfach, dass ich dort sofort der Ungerechtigkeit in die Augen sehe, in der Schweiz aber erst durch Unwegen.
Für unser Thema sind die sozialen Netze von zentraler Bedeutung. Ohne diese geht meiner Meinung nach nichts. ICh denke aber, dass sich die Wichtigkeit dieser sozialen Netze sich in den letzen Jahren sehr verändert hat und meiner Meinung nach abgeschwächt sind.
Auch an Morgen denken!
Es gibt Tage da denke ich: Für was und für wen soll ich nachhaltig handeln? Was nützt es, wenn sich sowieso nicht alle daran halten? Was kann ich alleine bewirken. Ich habe manchmal Mühe, mich nach solchen Überlegungen zu motivieren. Es ist einfach gesagt, dass jede einzelne Tat und jedes Handeln etwas bringt.
Auf der anderen Seite aber denke ich an die zukünftigen Kinder. Wir sind doch auch für dieses verantwortlich! Ich kann mich noch erinnern, wie gerne ich draussen in der Natur war. Auch unsere Kinder sollen diese Möglichkeit erhalten. Ich habe ein gewisses Verantwortungsgefühl gegenüber den zukünftigen Kindern.
Wenn ich mich mit dem Thema nachhaltige Entwicklung näher auseinandersetze und mir überlege wie es mit unserer Welt weitergeht dann sieht meine Motivation ganz anders aus. Es kommt drauf an wie ich mich gerade fühle. Es gibt Tage, da sehe ich Bilder von überbauten Wiesen und Wäldern, verschmutzen Meeren und noch anderen abschreckenden Sachen. Dann habe ich ein schlechtes Gewissen und nehme mir vor nachhaltiger zu handeln. Aber die Frage ist immer: Wie lange hält dies an?
Ich würde es noch gut finden vermehrt Werbekampagnen zum Thema nachhaltige Zukunft zu entwerfen. Dann müssten aber die zahlreichen Parfumwerbungen oder sonstige zurückstecken.
Zum Lebenstil heute:
Direkte Konfrontation mit dem Thema, wie beispielswiese durch Werbeplakate, würde die Menschen meiner Meinung nach einwenig aufrütteln. Da sich heutzutage viele Menschen gar keine Gedanken darüber machen und einfach jetzt und heute Leben ohne an die Zukunft zu denken, finde ich eine Konfrontation sinnvoll.
Achte die Natur und deine Mitmenschen
Im Gegensatz zum ersten Teil. Mir fällt es viel schwerer die Natur zu achten, obwohl dies eingenglich ganz einfach wäre. In den letzten Wochen habe ich mich dazu gezwungen, sehr bewusst und achtsam zu leben. Dabei habe ich folgende Punkte anders gemacht, als vorher.
- Ich tötete keine Fliegen sondern führte sie aus dem Fenster in die Freiheit.
- Ich rettete eine Spinne obwohl ich furchtbare Angst davor habe.
- Ich suchte immer einen Aschenbecher für meine Zigarettenstummel.
- Ich bemühte mich, herumliegenden Abfall aufzunehmen und in den nächsten Abfall zu entsorgen.
- Ich nahm mir Zeit und betrachtete die Natur und deren Schönheiten intensiv.
- Ich schaute mich auf dem Schulweg genauer um und entdeckte unglaublich viele unterschiedliche Wunder der Natur.
Dies sind alles Kleinigkeiten, aber nach jeder Tat fühlte ich mich immer besser. Achtsam zu leben ist gar nicht so schwer und es ist auch eine Art Hilfe für sich selber. Man sollte immer ein bisschen Zeit für sich selber im Tag haben um nachzudenken. Die Natur bietet einem die beste und schönste Möglichkeit dazu.
Informationsflut
Es wechseln sich regelmässig Berichte über die Klimaerwärmung, Überschwemmungen oder Waldbrände ab. Bis jetzt habe ich diese Bericht einfach so gelesen und fand es schon schlimm, aber richtig damit auseinandergesetzt habe ich mich nicht wirklich. Ich denke so geht es noch vielen anderen Menschen.
Durch die Seminare wird einem noch mehr bewusst, dass die Medien eine sehr grosse Rolle übernehmen.
Oft sehe ich auch sogenannte Gegenüberstellungen in der Zeitung oder dem Fernseher. Da sind zwei Personen, die ihre Meinung vertreten. Die eine Person findet den Klimawandel nicht so schlimm und die andere Person prophezeit den Weltuntergang. Beide Personen argumentieren ihre Ansichten sehr gut und wenn ich ehrlich bin, würde ich beiden glauben. Mir fehlt irgendwie der Durchblick, wie schlimm es denn nun wirklich um unsere Zukunft steht. Wem soll ich glauben?
Der Nachteil der Medien ist, dass sie die Macht haben etwas als dringend oder sehr schlimm darzustellen oder einfach zu verharmlosen. Daher diskutiere ich am Liebsten mit reelen Personen von meinem Umfeld. Die Medien sind sehr nützlich zum Informationen zu sammeln aber ich finde es doch sehr wichtig, sich selber eine Meinung darüber zu bilden anhand Recherchen und Gesprächen.
Montag, 14. Mai 2007
ich - du - wir - alle
Sei achtsam!
Nachhaltige Entwicklung in den Medien
Auffallend war diese Woche, dass ich fast nur in der Zeitung etwas zum Thema fand. Ich habe das Gefühl, dass über unsere Problematik sprunghaft dokumentiert wird. Manchmals gibt es einen reisen Schwall an Infos und Angstpredigten, andere Male wird das Thema am Rande noch erwähnt.
Ich habe auch im Internet nach Themen zur nachhaltigen Entwicklung gesucht und auch gefunden. Vielfach wurde der Klimawandel angesprochen, das immer wärmere Wetter und die dazugehörigen Folgen.
Aber nicht nur die Zeitung, der Fernseher oder der Radio - nein auch das Internet hat viel zu berichten. Heute schreiben wir Post's oder setzen Podcasts ins Netz und können so weltweit miteinander diskutieren. Ich höre nicht nur die Meinung meines Nachbarn und kann mir so einen grösseren Überblick beschaffen.
Nachhaltige Entwicklung ist modern - es ist in aller Munde!
Nachhaltige Entwicklung
Gedanken nachhaltige Zukunft
Ich denke wir in der Schweiz haben uns schon einige Gedanken über nachhaltige Zukunft gemacht. Dies erachte ich als einen ersten grossen Schritt. In den Schulen werden Themen wie Umweltschutz oder Recycling schon länger behandelt. Ich kann mich erinnern, als wir in der Primarschule das Thema Recycling hatten und Leute vom WWF vorbeikamen. Was wir dort durchgenommen hatten ist mir auch heute noch präsent. Darum finde ich es äusserst wichtig, schon früh mit den Kindern über unsere Umwelt zu sprechen. Toll finde ich auch bestimmte Aktivitäten zum Thema, beispielsweise den Wald "aufräumen" oder den Bach reinigen.
Die Kinder können ihr Wissen den Eltern mitteilen, so dass auch sie sich wieder mit dem Thema auseinandersetzen.
Wenn jeder bereits einen kleinen Teil zur Umwelt beiträgt, erreichen wir schon sehr viel. Natürlich ist das einfach gesagt, darum finde ich es sinnvoll, sich diese Thematik immer vor Augen zu halten. Im Bereich der Werbung denke ich, könnte man noch einiges bezwecken. Anstelle des neuen Burger-Plakates könnte man einen Bereich zum Thema nachhaltige Zukunft thematisieren.
Donnerstag, 10. Mai 2007
Erstes Feedback und einige Gedanken zum Weiterspinnen
Mir ist das Thema „Neuer, umweltverträglicher, zukunftstauglicher Lebensstil“ tatsächlich eine dauernde (Lebens-)Frage. Wir werden in den nächsten Jahrzehnten nicht darum herumkommen, sie laufend neu zu stellen und neu zu beantworten.
Es soll aber kein „sauertöpfischer“, asketischer, verbitterter Lebensstil sein, genau so wenig wie ein Lebensstil des sinnlosen Luxuskonsums.
Unbestritten scheint mir zu sein: Wir werden neue Prioritäten setzen müssen – bald; besser heute als morgen. Es wird uns wohl einiges kosten, aber wir erhalten auch anderes, Wertvolles dafür gleichsam zurück. Wohl kein Verlustgeschäft, sondern Gewinn für alle, auch für die zukünftigen Generationen, genau so wie für uns.
Es stellt sich uns allen ja die Frage: Was ist uns langfristig wirklich wichtig? Welche Zukunft wollen wir auf dieser, unserer Erde („von der wir keine zweite im Keller haben!“) und für diese Erde?
Ein möglicher, spannender Anfang ist die Achtsamkeit.
Sich täglich üben in Achtsamkeit und bedenken, was ich wahrgenommen habe. So wird Achtsamkeit langsam zu einer Lebenshaltung und ich beginne mich zu verändern, verhalte mich anders, bewusster, bezogener auf vielerlei. Dies gibt neue Lebensqualität, neue Vernetzungen, die auch „Glück“ und „Erfüllung“ bringen. Dies geht nicht von heute auf morgen. Aber jede Weltreise beginnt mit einem ersten Schritt.
PS: Zum Einsatz von Sparlampen: Vgl. meinen Kommentar zum Beitrag „Achtsam sein, achtsam wahrnehmen / 5. Mai / oli
Vernetzte Welt
Denken wir mal an die Jeans die wir uns letzte Woche gekauft haben, nicht weil wir sie dringend gebraucht hätten – nein, weil sie zum halben Preis zu haben war!
Woher kommt die Hose eigentlich?
- Schnittmuster und Design werden aus der Schweiz in die Konfektionsfabrik auf den Philippinen geschickt.
- Die Baumwolle wird in Kasachstan oder Indien geerntet und nach China verfrachtet.
- In China wird die Baumwolle mit Schweizer Spinnmaschinen versponnen
- Auf den Philippinen wird die versponnene Baumwolle mit Indigofarbe aus Deutschland/ Schweiz eingefärbt. (sehr umweltbelastend, zum Glück geschieht dies sooo weit weg von uns)
- Innenfutter und Wasch- Laben stammen aus Frankreich, Knöpfe und Nieten aus Italien.
- All diese Zutaten werden auf die Philippinen geflogen und dort zusammengenäht.
- In Griechenland erfolgt die Endverarbeitung der Jeans.
- In der Schweiz werden sie verkauft und getragen.
- Die Hose kommt in die Altkleidersammlung und landet nach 64000 Kilometern schliesslich in Afrika…
Eine Jeans müsste man sein, so könnte man um die ganze Welt reisen!
(Für die Herstellung einer Jeans braucht es 8000 Liter Wasser und 35 Kilogramm festes Material)
Viel Spass beim nächsten Shopping…
Entwirrung der Vernetzung: Frischprodukte aus der Umgebung
Am meisten schockiert mich, dass das Gute so nahe wäre, aber das Billige und Ferne aber vorgezogen wird. Wieso Gemüse und Früchte von weit her importieren, wenn es auch im eigenen Dorf angepflanzt werden könnte? Wir könnten da einen riesigen Beitrag zum Erhalt der Natur leisten, und hätten Transparenz darüber, wo unsere Frischprodukte herkommen.
Ich habe gerade diese Woche von einer Kollegin gehört, dass es in Rorschach einen Bauern gibt, der Eier, Gemüse und Früchte vertreibt. Man kann per Internet die Bestellung aufgeben und erhält dann 2x wöchentlich die Produkte frisch nach Hause geliefert. Die Preise seien gleich oder sogar kleiner als beim Detaillisten. Diese Nahrungsmittel haben ja auch nicht unzählige Station zu bewältigen, bis sie beim Verbraucher landen.
Diese Möglichkeit in Rorschach nütze ich natürlich, denn ich bevorzuge frische Produkte und finde es ideal, der Natur und gleichzeitig auch mir so einen Nutzen verschaffen zu können
Ach, ein bisschen Schleichwerbung darf ich natürlich auch nicht vergessen ( ist ja der Natur zuliebe..): http://www.gruenzeug.ch/
Anina Müller LG A 04
Samstag, 5. Mai 2007
Achtsam sein, achtsam wahrnehmen (gspürsch äs?)
So benutzen wir bei uns zum Beispiel keine Sparlampen und manchmal brennt auch das Licht wenn niemand im Raum ist.
Dabei wäre mit so einfachen Möglichkeiten wie Licht ausschalten, Sparlampen benutzen bereits eine Menge Strom zu sparen.
Ich glaube in der Schweiz gibt es nur wenige Haushalte welche ganz auf Sparlampen setzen, weil diese einfach noch zu teuer sind.
In Kanada wird es in kürze ein Gesetz geben, dass nur noch Sparlampen verkauft werden dürfen, somit stellt sich die Frage nach den Mehrkosten schon gar nicht.
Wäre so etwas in der Schweiz nicht auch umsetzbar?
Aber braucht es wirklich Gesetze welche uns zur Nachhaltigkeit zwingen? Sind wir wirklich so unselbständig, dass wir diesen Schritt nicht alleine schaffen?
Donnerstag, 3. Mai 2007
Die Laune der Achtsamkeit
Speziell sensibilisiert bin ich auf das Thema Abfall. Ich kann es nicht ausstehen, wenn draussen in der Natur, an den wunderschönsten Plätzen, leere Chipspäcke und Bierflaschen herumliegen sehe. Das macht mich so was von wütend! Bis dieser Abfall, im speziellen die Bierflasche, den Weg zur " Verduftung" von alleine (ohne die Hilfe von achtsamen Menschen) hinter sich gebracht hat, vergehen sage und schreibe 50'000 Jahre!
Nun kann man sich vorstellen, wie unsere Umgebung aussehen würde, wenn sich jeder so verhalten würde und niemand reagieren würde. Wir hätten über Jahrtausende eine Riesenschweinerei! (Man bedenke, dass bei uns, ohne das wir es meist wahrnehmen, diesen "Natursündern" hinten nach geräumt wird...)
Vor einigen Monaten, so glaube ich zumindest, gab es Plakatwerbungen zum Thema Abfall. Ein Wohnzimmer wurde mit Müll vollgestopft und darunter stand ein Slogan in der Art von "So willst du auch nicht leben, oder?" Mich hat diese Werbung ziemlich aufgerüttelt, denn wir verschmutzen auch den Lebensraum, das "Haus" der Natur. Wir würden das garantiert nicht tolerieren. Die Natur aber ist stumm, kann sich nicht beschweren. sich wehren oder uns vor Gericht anklagen. Obwohl, wenn ich gerade daran denke?... Die Natur kann zwar nicht reden, aber....
Wie ist das mit all den Naturkatastrophen? Sind diese nicht möglicherweise als Warnung, als Aufbäumung der Natur zu verstehen?
Mittwoch, 2. Mai 2007
Summertime
Meine Mutter rief gestern aus, wie trocken und gelb denn unser schöner gepflegter Rasen nun schon sei.
Meiner Meinung nach, sind diese beiden Auswirkungen der Erwärmung aber nicht solche, die uns Jungen anspricht oder eben nachdenklich machen soll. Da finde ich das Feuerverbot schon viel effizienter, weil das uns wirklich einschränkt. Ich kann mich noch gut an letzten Sommer errinnern, was das damals für ein Drama war, ob man jetzt am 1. August grillen kann oder nicht. Ich denke, in Zukunft werden noch mehr solche Probleme und Einschränkungen folgen, die uns beschäftigen werden.