Freitag, 18. Mai 2007

Kampfansage!

Nachhaltigkeit vs Bequemlichkeit

Die Frage warum ich manchmal nicht nachhaltig handle ist schnell beantwortet. In 99% der Fälle geht es dabei nur um Bequemlichkeit. Die Alufolie vom eben gegessenen Döner wird in den normalen Abfalleimer auf der Strasse geworfen und die Colaflasche aus Plastik fliegt natürlich gleich mit.

Klar weiss ich dass Alu und PET separat gesammelt werden, doch wo finde ich in der Stadt die nötigen Sammelbehälter? Den Abfall im unnötig mitgenommenen Plastiksäcklein herumschleppen, wäre eine Möglichkeit aber eben, wäre…

Warum ich meistens nachhaltig handle kann ich nicht sagen. Ein Grund dafür ist sicher, dass ich so erzogen wurde aber auch Respekt gegenüber der Natur spielt eine Rolle.

An die zukünftige Generation denke ich auf jeden fall nicht wenn ich meine Batterien zum entsorgen bringe.

Warum wird auch für kurze Strecken oft das Auto genommen? Weil es halt einfach viel bequem ist diese Strecken mit dem Auto zurückzulegen. Im Kampf zwischen Nachhaltigkeit und Bequemlichkeit siegt also meistens die Bequemlichkeit und genau hier müssen wir ansetzen! Ein Lebensstil in dem die Nachhaltigkeit höher gewichtet wird als die Bequemlichkeit könnte uns weiterbringen.

3 Kommentare:

Vera hat gesagt…

Auch bei mir spielt meistens die Bequemlichkeit die hindernde Rolle, dass ich nicht so nachhaltig handle, wie ich es eigentlich vorgehabt hätte. Deine Kampfansage gefällt mir, nur weiss ich immer noch nicht so genau, wie ich meine Bequemlichkeit auf ein Minimum reduzieren kann. Bei mir spielt da oft auch noch der Zeitdruck unserer Gesellschaft mit, der meiner Meinung nach nicht zu unterschätzen ist. Ich möchte es zumindest einmal versuchen, meine Bequemlichkeit zu reduzieren und mich mehr auf die Nachhaltigkeit zu konzentrieren.

Chicoga hat gesagt…

Ich bin da auch deiner Meinung. Vielfach handle ich einfach, ohne darüber nachzudenken. Auch die Nutzung des Autos ist eine schwierige Frage. Ich bemerke erst jetzt, seit ich kein eigenes Auto mehr habe, dass ich damals in fast jeder möglichen Situation ins Auto gestiegen bin. Obwohl ich in vielen Fällen sehr gut mit dem Fahrrad oder zu fuss gehen könnte.

Anonym hat gesagt…

Du hast recht, eigentlich dürften wir die Kleider nur noch im Bioladen kaufen, mit Stofftüten einkaufen gehen, das Gemüse im eigenen Garten anplanzen, im Winter wollene Unterhosen anziehen und die Heizung runterdrehen, anstatt in die Ferien mit dem Velo in den Wald fahren und ein biologisch abbaubares Zelt aufstellen, anstatt eines Fernsehers einen Goldfischteich anschaffen (wobei es dann nur noch Fischkebab gibt) und noch vieles mehr... Ich frage mich schon, warum ich es nicht tue.