Wenn ich nachhaltig denke und handle, dann tu ich dies meist unter dem Aspekt des Hinterlassens für unsere Nachkommen. Ich möchte, dass meine Kinder und Kindeskinder in einer einigermassen gesunden Welt aufwachsen können. Dies wäre die Perspektive mit Weitblick. Aber ich muss zugeben, dass auch ich manchmal den Weitblick verliere und nur für den Moment schaue. Diese Drohungen und Ansagen der Umweltproblematik höre ich zwar, nehme sie aber nicht wirklich ernst, da ein solches Szenario kaum vorstellbar ist. In diesen Situationen handle auch ich unüberlegt und die Passivität und Faulheit siegen über das nachhaltige Handeln. Im Kern scheint es mir bei dieser Problematik wirklich um das „Vorausschauen“ oder „Leben im hier und jetzt“ zu gehen. Extrem gesagt könnte man sich fragen: „Was kratzt es mich, was in 100 Jahren ist, dann betrifft es mich sowieso nicht mehr!“ Nun, ich denke nicht so, denn ich möchte auch für meine Nachkommen eine soweit möglich intakte Welt hinterlassen.
Ich schätze die Natur, die verschiedenen Schauspiele und die vielen kleinen Wunder, die sie uns bietet. Bei einem phänomenalen Sonnenuntergang lehne ich mich zurück und atme tief ein, um diese wunderschönen Momente einsaugen und speichern zu können. Solche Momente möchte ich weiterhin erleben und unseren Nachfahren ermöglichen können. Deshalb leiste ich meinen Beitrag in verschiedenen Bereichen.
Im Zusammenhang mit unserem Blogthema „neuer Lebensstil“ geht es sicher darum, die Welt und deren Schönheiten zu schätzen, sich auch dafür verantwortlich zu fühlen und einen weitreichenden Blick zu haben. Nun, dass ist sicher eine Wert- oder auch Einstellungsfrage und bleibt schliesslich jedem selbst überlassen.
Ich muss zum Schluss zugeben, dass ich die direkte Verbindung vom Zustand der Natur und einer kurzen Autofahrt manchmal auch nicht herstelle (oder nicht herstellen will?) und auch zurückfalle ins Denken „diese kleine Autofahrt wird kaum etwas ändern!“ Wenn ich mir aber mehrere Millionen kleine Autofahrten vorstelle, die gemacht oder eben nicht gemacht werden, ist das Ausmass riesig. Damit möchte ich sagen, dass man den eigenen Beitrag nicht abwerten oder zunichte machen darf, ( um damit eine Ausrede zu haben!...) sondern jeder einzelne Beitrag zählt. Wohin kämen wir, wenn jeder so pessimistisch denken würde a la „ich kann ja doch nichts bewegen.....“???
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3 Kommentare:
Ich frage mich, haben wir noch Zeit, um kleine Naturwunder/-phänomene zu geniessen heutzutage?Ja,man muss sich diese Zeit einfach nehmen, doch wem gelingt dies immer? Ich denke, dass unsere Gesellschaft hier noch einen grossen Fortschritt machen muss. Wenn ich die Lebensstile von anderen Ländern (bereits Nachbarländer) beobachte, sehe ich beträchtlie Unterschiede.Wir sollten uns vermehrt fragen: "Geniesse ich mein Leben, was sind meine Werte?" usw.
Deine Gedanken teile ich in vielen Aspekten auch. Ich finde es sehr schwierig immer im Hinterkopf zu behalten, dass wir die Welt für unsere Nachfahren gut behandeln sollten. Wenn ich mir direkt darüber Gedanken mache, kann ich bestimmt sagen, dass dies ein grosses Anliegen für mich ist. Aber ich merke vielfach, dass ich es vergesse oder einfach von mir wegschiebe. Wenns halt so kommt, dann kommts halt. Das ist manchmal meine Einstellung, die ich aber sehr gerne ändern würde. Was aber gar nicht einfach ist.
Gute Frage Stefanie,
Aber ich denke, wenn wir schon Zeit haben die ganze Zeit Blogs zu schreiben, dann wird sich wohl auch noch Zeit finden lassen um die Natur zu geniessen.
Denn was verändert bei uns mehr? Blogs schreiben oder die Schönheiten der Natur geniessen?
Für mich ist der Fall klar!
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