Mit Photos betroffen machen ist einerseits eine sehr gute und wirksame Methode, auf der anderen Seite ist aber auch sehr kritisch damit umzugehen. Es ist einfach mit schlimmen Photos Emotionen der Kinder zu sehen und diese zu provozieren. Man kann aber mit Photos auch Emotionen auslösen, die für Kinder noch nicht gesund sind. Bilder können verfolgen und Alpträume verursachen. Wenn man Bilder einsetzt, die die Augen öffnen sollen und das Leid der Erde wiederspiegeln, sollte man sich genau überlegen, wie weit man gehen kann ohne Schaden anzurichten.
Jeder kann von jedem lernen ist ein wichtiger Aspekt, der unbedingt auch in den Unterricht einfliessen muss. Wir sind nicht Gott oder bessere Menschen als jene in Afrika. Auch wir können von ihnen viele Dinge lernen. Und die Kinder sollen auch erfahren, dass dort wo Leid ist auch Leben stattfindet mit allen Facetten. Auch dort spielen Kinder und lachen. Es ist nicht einfach nur dunkel und kalt. Wir müssen voneinander lernen und nicht uns in die höchste Position befördern und als Lehrer aufspielen.
Die Kinder kann man vor allem ansprechen, wenn man von ihrer Ebene aus denkt. Das heisst, wir müssen uns überlegen, wie die Kinder das Geschehnis sehen und wie man die Notwendigkeit der Nachhaltigkeit ihnen näher bringen kann.
Im Text wird die vielfalt des Themas ersichtlich. Man kann so viele unterschiedliche Themen behandeln, die zur Nachhaltigkeit beitragen. Das heisst, dass man den Unterricht sehr spannend gestalten kann und dabei auch verschiedene Bereiche miteinander vernetzen. Zu beachten ist aber, dass nicht jedes Thema für jede Stufe geeignet ist. Das muss man sich sehr gut überlegen. Sehr gut geeignet ist auch daf fächerübergreifende Arbeiten mit den Schülern.
Arbeiten in Gruppen ist bekanntlich meistens angenehmer als alleine. Dies sollte man auch für die Bearbeitung der Nachhaltigkeit in der Schule berücksichtigen. Diskussionen und Treffen auch mit Aussenstehenden ist sehr sinnvoll und interessant.
Nur schon selber Werbe Slogans für Recycling oder ein anderes Thema, spricht die Schüler an und regt zum Nachdenken an. Der erste Schritt ist gemacht.
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3 Kommentare:
Liebe Alexandra!
Ich bin auch deiner Meinung, dass durch kleine Schritte viel mehr erreicht werden kann.
Vielfach werden zu hohe Ziele gesteckt, die nicht erreicht werden können, was nachher folgt ist nur Frustration.
Man muss sich aber auch bewusst sein, dass die Schule sehr viele Aufträge zu befolgen haben. Im Bereich Gesunde und Bewegte Schule, ausgewogene Ernährung, ..die Liste ist lang!
Hoi Alexandra
Ich finde vorallem die Aussage aus dem Text wichtig, dass jeder von jedem lernen kann. Ich bin auch deiner Meinung, dass dieses Wissen unbedingt vermittelt werden soll.
Dies beginnt schon im Kleinen. Wir haben es schon in der allgemeinen- und allen Fachdidaktiken gelern. Kooperatives Lernen ist förderlich! Im Prinzip ist dieser gedanke einfach etwas ausgedehnt worden und bedeutet im Bezug zur Agenda 21, dass wir aus der Schweiz bzw. der westlichen Welt nicht das Gefühl haben sollen, dass wir den Entwicklungsländer nur Wissen vermitteln sollen. Wir können von ihnen auch ganz viel lernen. Ich denke hier an Lebensfreude, Wille, Kreativität usw.
Hoi Alex!
Ein ganz wichtiger Punkt finde ich das "voneinander Lernen". Ich habe oft den Eindruck, dass wir Europäer uns als die Allwissenden sehen und die Menschen auf dem Kontinent südlich von uns bemitleiden. Da wird einfach oft schwarzweiss gesehen; sie sind arm-wir reich, wir sind glücklich-sie leben im Elend. Ich fände es wichtig, den Schüler nicht solche Klischees aufzuzeigen sondern eine differenzierte Auseinandersetzung anzubieten.Ich bin mir bewusst, dass es speziell auf der Unterstufe nicht einfach ist, die Komplexität eines Themas einzuschränken, ohne in Klischees zu verfallen.
Anina
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